Porträtbilder von Gurlitt bald in Solingen

Das Zentrum für verfolgte Künste ist im Solinger Kunstmuseum untergebracht

Porträtbilder von Gurlitt bald in Solingen

Das Zentrum für verfolgte Künste in Solingen hat 25 Werke des jüdischen Malers Eric Isenburger geschenkt bekommen. Darunter sind Porträts des Kunsthändlers Wolfgang Gurlitt.

Ein Solinger Bürger aus der Bürgerstiftung für verfolgte Künstler habe die Isenburger-Werke erworben und in die Stiftung eingebracht, wie das Ausstellungszentrum im Kunstmuseum Solingen am Mittwoch (20.02.2019) mitteilte. Darunter sind auch Aquarelle, ein Bühnenbildentwurf sowie Porträts des Kunstkritikers Paul Westheim. Die Neuerwerbungen sind vom 27. Februar bis 13. März im Ratssaal des Kunstmuseums zu sehen.

Der Solinger Bürger hat die Werke den Angaben zufolge von der aufgelösten Eric Isenburger-Gesellschaft erworben. Die Gesellschaft habe sich zum Ziel gesetzt, den von den Nazis verfolgten Maler Eric Isenburger wieder in die deutsche Kunstgeschichtsschreibung zu integrieren, hieß es.

Zusammen mit dem Zentrum habe sie die Ausstellung "Von Frankfurt nach New York - Eric und Jula Isenburger" konzipiert, die außer in Solingen auch in Frankfurt und Bayreuth zu sehen war. Die Gesellschaft habe damit ihre Aufgabe erfüllt gesehen und sich aufgelöst. Der 1902 in Frankfurt am Main geborene Isenburger emigrierte 1933 nach Frankreich und 1941 in die USA.

Stand: 20.02.2019, 19:33

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