3.100 radikalislamische Fanatiker in NRW

Salafisten und Polizeikräfte bei einer Veranstaltung

3.100 radikalislamische Fanatiker in NRW

  • Unverändert 3.100 Salafisten in NRW
  • Innenminister Reul sieht keinen Grund zur Entwarnung
  • Bundesweit ist die Zahl der Salafisten gestiegen

Die Anzahl radikalislamischer Fanatiker in Nordrhein-Westfalen hat Anfang 2019 bei unverändert 3.100 Personen gelegen. Das bestätigte ein Sprecher des NRW-Innenministeriums am Freitag (01.02.2019) dem WDR. Nordrhein-Westfalen gilt als Salafisten-Hochburg.

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) zeigte sich erfreut, dass der seit Jahren anhaltende Anstieg der Zahl der Salafisten gestoppt ist, betonte aber: "Trotzdem ist das noch lange kein Grund zur Entwarnung." Das liege zum einen an der nach wie vor hohen Gesamtzahl und zum anderen an dem Risiko, das von Einzeltätern ausgehe.

Anschlagsrisiko unverändert hoch

Das Risiko eines Terroranschlags in Deutschland sei unverändert hoch. "Wir haben zwar derzeit keine Hinweise auf einen konkreten Anschlagsort und eine konkrete Anschlagszeit. Wir müssen aber ständig damit rechnen, dass es Leute gibt, die Pläne schmieden", erklärte Reul.

Salafisten-Zahl bundesweit gestiegen

Bundesweit ist die Zahl der Salafisten zum Anfang des Jahres auf 11.500 gestiegen. Dies bestätigte das Bundesinnenministerium auf WDR-Anfrage. Im Vorjahr lag sie noch bei 11.300, 2017 bei nur 10.800 radikalislamischen Fanatikern. Die Anhänger der salafistischen Ideologie seien damit nach Behördenangaben die einzige islamistische Gruppe mit signifikant steigendem Personenpotenzial.

Stand: 01.02.2019, 11:16

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