Klimawandel: Umdenken an Bergischen Talsperren

See inmitten von Wald

Klimawandel: Umdenken an Bergischen Talsperren

Von Frank Krieger

  • Wasserablass wird gedrosselt
  • Moderne Klärwerke müssen Energie sparen
  • Hochwasserschutz auch in 2020 ein großes Thema

Der Klimawandel zeigt sich auch im Bergischen immer deutlicher, so das Fazit des Wupperverbands auf seiner Jahreshauptversammlung am Donnerstag (12.12.2019).

Umdenken bei Talsperren

Die Talsperren etwa hatten in diesem Jahr mit lang anhaltenden Trockenphasen zu kämpfen. Der Regen kommt nicht mehr so regelmäßig und anhaltend wie früher, heißt es. Es gab zwar weder historische Tiefstände noch ernste Engpässe, aber der Klimawandel führt zu einem Umdenken bei der Wasserbewirtschaftung.

Die Experten des Wupperverbands müssen jetzt fast täglich schauen, wo in der Region Wasser fehlt. Aus den Talsperren wird dann nur so viel Wasser in die Flüsse abgelassen, wie dringend benötigt wird. Nur so konnte dieses Jahr etwa die „Große Dhünn“-Talsperre auch genug Trinkwasser für die Städte bereitstellen.

Mehr Klimaschutz beim Abwasser

Um mehr für den Klimaschutz zu tun, werden die 11 Klärwerke im Bergischen ständig modernisiert. Im Jahr 2019 beispielsweise das Klärwerk in Solingen Burg. Es verbraucht nun 600.000 kWh weniger pro Jahr und produziert den Großteil seines Stroms selbst. Auch die anderen Klärwerke wurden und werden ständig modernisiert, sagt der Wupperverband.

Hochwasserschutz in Schwelm

Staumauer der Kläranlage in Solingen Burg

Staumauer der Kläranlage in Solingen Burg

Die Arbeiten am Hochwasserschutz in Solingen-Unterburg stünden kurz vor dem Abschluss. Der Eschbach wird vertieft, eine Ufermauer neu errichtet, außerdem werden fünf kleinere Brücken neu gebaut. Die Arbeiten sollen im Frühjahr 2020 abgeschlossen werden. Dann soll an der Schwelme im Bereich der ehemaligen Schwelmer Eisenwerke gearbeitet werden.

Zurück zur Natur an den Flüssen

Der renaturierte Bachlauf der Wipper in Marienheide

Renaturierte Wipper in Marienheide

Die Flüsse im Bergischen werden immer weiter „renaturiert“, also natürlich gestaltet. Durch Steine, Baumstämme und Inseln im Wasser wird neuer Lebensraum für Tiere und Pflanzen geschaffen. In Marienheide etwa an der Wipper, zwischen Wuppertal und Radevormwald an der Wupper.

Stand: 12.12.2019, 17:29

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