Wuppertaler Zoo: Erneuter Ärger um Bonobos

Bonobo Birogu

Wuppertaler Zoo: Erneuter Ärger um Bonobos

  • Erneuter Ärger über Haltung der Bonobos
  • Männchen Birogu gebissen
  • Weibchen Eja soll weg

Erneut gibt es Ärger um die Haltung der Bonobos im Wuppertaler Zoo. Schon vor Monaten hatten Tierrechtsaktivisten beklagt, dass der Affe Bili immer wieder von seinen Artgenossen verprügelt wird.

Jetzt gab es erneut Unruhe in der Affengruppe. Diesmal wurde das Männchen Birogu von anderen Affen gebissen.

Tierschützer protestierten vor Zoo

Bonobo Birogu

Zoobesucherin Adrienne Kneis hat fotografiert, wie schlimm es Birogu erwischt hat. Die Bilder zeigen tiefe Wunden an mehreren Fingern und dem Gesäß des Bonobos. Gemeinsam mit anderen Aktivisten hat Adrienne Kneis an Pfingsten vor dem Zooeingang demonstriert. Ihr Vorwurf: der Zoo würde die Probleme in der Affengruppe nicht ernst nehmen.

Rangeleien in Affengruppen üblich

Bonobo Bili im Wuppertaler Zoo

Rangeleien und Beissereien sind dabei unter Bonobos durchaus üblich. Auch in freier Wildbahn gibt es fast täglich Streit in Affengruppen. Dabei ist die Rangordnung unter den Zwergschimpansen immer ähnlich. Die Weibchen sind die dominanten Tieren, während die Männchen sich unterordnen müssen. Im Wuppertaler Zoo ist Alphaweibchen Eja die Chefin im Bonobogehege. Von ihr gingen in den vergangenen Monaten die Streitereien aus, bei denen Birogu und Bili verletzt wurden.

Weibchen Eja soll Zoo verlassen

Affendame

Um Ruhe in die Gruppe zu bringen herrscht momentan Geschlechtertrennung. Seitdem gab es auch keine schlimmeren Streitereien bei den Zwergschimpansen. Mittelfristig möchte sich der Zoo sogar von seinem Alphaweibchen trennen.

„Jetzt ist letztendlich entschieden worden die Gruppe hier zu verändern. Das Weibchen Eja soll mit ihren drei männlichen Jungtieren mittelfristig den Wuppertaler Zoo verlassen.“, erklärt Zoosprecher Andreas Haeser-Kalthoff.

Stand: 13.06.2019, 15:18