Doppelte Heizkosten für Wuppertaler Mieter

Doppelte Heizkosten für Wuppertaler Mieter

  • Altro Mondo fordert für 2017 Fernwärme-Heizkosten
  • Mieter bekamen erst Dezember 2018 passende Heizkörper
  • Immer noch doppelte Heizkörper in einigen Wohnungen

In einer Wuppertaler Wohnanlage fordert die Vermietergesellschaft Altro Mondo von den Mietern Fernwärme-Heizkosten für 2017, obwohl die Fernwärme-Heizkörper erst 2018 eingebaut wurden.

Fernwärme in den Nebenkosten abgerechnet

Mehr als drei Jahre haben einige Mieter in Wuppertal-Vohwinkel auf die passenden Heizkörper für eine neue Fernwärme-Heizung gewartet. Bis Anfang Dezember 2018 mussten sie deshalb noch mit den alten Nachtstromspeicheröfen heizen. Doch Altro Mondo berechnet ihnen jetzt in den Nebenkosten für das Jahr 2017 Fernwärme-Heizkosten.

Nebenkosten steigen bei Altro Mondo stark

Michael Walter und Barbara Ehrecke wohnen am Elfenhang 14 in Wuppertal-Vohwinkel. Sie und alle anderen Mieter im Haus sollen für das Jahr 2017 schon für Fernwärme bezahlen, die sie nicht nutzen konnten. Beide haben sofort den Mieterbund eingeschaltet.

Für 44 Quadratmeter soll Michael Walter gut 600 Euro für Fernwärme bezahlen, Barbara Ehrecke fast 900 Euro. Die Heizkosten sind nach der Größe der Wohnung berechnet worden. Dabei haben beide das ganze Jahr 2017 noch mit Strom geheizt und die Kosten dafür direkt an die Stadtwerke bezahlt.

Die Mieter ärgern sich aber auch noch über andere Positionen bei den Nebenkosten. Michael Walter ist empört: "Die Versicherung ist verdreifacht worden, was hier drin steht. Die Aufzugskosten sind verdreifacht worden, von 1400 auf 3900. Das sind doch Dinger, die gar nicht laufen."

Alte Heizöfen stehen noch mitten im Raum

Außerdem fragen sie sich, wann endlich die neuen Heizungsrohre verkleidet werden, die seit über drei Jahren offen auf der Wand liegen. Und die alten Nachtspeicheröfen stehen auch noch in ihren Wohnungen. Mitten im Weg vor den neuen Heizkörpern.

"Das muss doch alles abgeklemmt werden", sagt Michael Walter. "Man kann doch nicht einfach sagen, die stellen wir selber raus. Das geht ja nicht, ist ja Starkstrom. Und da geh´ ich nicht dran."

Der Anwalt von Altro Mondo hat noch keine Stellungnahme von seiner Mandantin bekommen, wie er dem WDR am Montag (11.02.2019) mitteilt. Und das, obwohl die Lokalzeit vor mehr als 14 Tagen angefragt hat.

Stand: 12.02.2019, 15:26