St. Josef ist jetzt Akut- statt Spezialklinik

St. Josef: Von Spezial- zu Akutklinik Lokalzeit2go - Bergisches Land 21.10.2019 03:02 Min. Verfügbar bis 21.10.2020 WDR Wuppertal Von Wolfram Lumpe

St. Josef ist jetzt Akut- statt Spezialklinik

Von Wolfram Lumpe

  • St. Josef-Krankenhaus versorgt wieder Notfälle
  • 80 neue Mitarbeiter, Investition von 15 Millionen Euro
  • Krankenhaus will wettbewerbsfähig bleiben

Das Wuppertaler St. Josef-Krankenhaus ist nicht mehr nur Spezial-Klinik für Orthopädie und Rheuma – das Haus kann wieder "alles", von der Kardiologie bis zum Notfall. Die Erklärung ist einfach: "Ein Krankenhaus, das sich nur auf eine Sache spezialisiert, ist einfach nicht mehr standesgemäß." So begründet Dr. Wolfgang Cordier, Chefarzt des Wuppertaler St. Josef-Krankenhauses, die Umwandlung des Hauses zum Akut-Krankenhaus.

Neue Abteilungen kommen hinzu

Eine Pflegerin steht vor einem Bett im Krankenhaus, in dem ein Patient sitzt

Sozusagen am Fließband werden hier seit 20 Jahren neue Kniegelenke oder Hüften eingesetzt. Das soll auch in Zukunft so bleiben. Dazu kommen aber weitere Abteilungen. Unter anderem die Pneumologie, die Lungenheilkunde oder die Viszeralchirurgie - das sind Operationen im Bauchraum.

Bisher nicht auf Notfälle eingerichtet

Neu ist auch die Notaufnahme. Das St. Josef-Krankenhaus liegt direkt an der Elberfelder City. Immer wieder kamen Menschen mit akuten Verletzungen - und wurden natürlich nicht abgewiesen. Auf Notfälle eingerichtet war man aber nicht.

Pflegedirektor Eddy Nikolas steht vor einem Patientenzimmer

Pflegedirektor Eddy Nikolas

"Wir müssen jetzt Tag und Nacht darauf eingestellt sein, dass Notfall-Patienten versorgt werden müssen", sagt Pflegedirektor Eddy Nicolas. "Wir mussten die Krankenhaus-Struktur komplett verändern. Das war eine Riesen-Herausforderung."

Neues Team muss sich einarbeiten

Leiterin der Notfallambulanz steht in Arbeitskleidung vor einem Bildschirm

Leiterin der Notaufnahme Inken Poullion

Investitionssumme: 15 Millionen Euro. Dafür entstand ein Bettenhaus mit 56 Betten. Und eben eine Notaufnahme. Auch die komplett neu, mit einem Team, dass sich erst einmal finden musste. "Die erste Schockraum-Behandlung, die erste Beatmung - klar wussten wir, wie das geht", sagt Leiterin Inken Poullion. "Wir haben gesagt: `Uns gibt’s als Team noch nicht lange, aber wir kriegen das hin´. Spannend!"

Noch läuft die Phase der Einarbeitung, denn an die 80 Mitarbeiter wurden neu eingestellt. "Klar knirscht es noch hier und da", sagt Pflegedirektor Nicolas. „Aber es läuft insgesamt doch gut.

Stand: 21.10.2019, 17:49