Zoo Wuppertal: Bonobo Bili laust anderen Affen

Bonobo Bili laust anderen Affen 00:27 Min. Verfügbar bis 12.02.2020

Zoo Wuppertal: Bonobo Bili laust anderen Affen

  • Zoo: Positive Entwicklung bei Bilis Eingewöhnung
  • Bonobo lauste sich mit Artgenossen
  • Zooverbände unterstützen Zoo Wuppertal

Der Wuppertaler Zoo meldet am Dienstag (12.02.2019), dass die Integration des attackierten Bonbobo-Männchens Bili vorangehe. Der Zoo lässt das Bonobo-Gehege durch Kameras beobachten. Ein Video des Zoos zeigt nun, wie Bili das Affenmännchen Mato laust. Das dominante Weibchen und seine Zwillingssöhne waren während der Aufnahme allerdings separiert.

Zoo hofft auf weitere positive Entwicklung

Für den Zoo ist diese Annäherung ein Zeichen dafür, dass Bilis Eingewöhnung sich positiv entwickle. Das Tier befinde sich immer wieder in unterschiedlichen Konstellationen mit verschiedenen Gruppenmitgliedern, das stärke die sozialen Beziehungen untereinander.

Die Attacken gegen Bili seien zurückgegangen. Bili zeige sich nun auch in Anwesenheit des dominanten Weibchens entspannter.

Rückschläge möglich

Der Wuppertaler Zoo hält es allerdings nicht für ausgeschlossen, dass es auch zu Rückschlägen kommen könne. Der Zoo war in den letzten Wochen von Tierrechtlern scharf kritisiert worden, weil der Bonobo-Mann Bili in seinem neuen Gehege von seinen Artgenossen heftige Prügel bezogen hatte. Zoodirektor Arne Lawrenz erhielt sogar Morddrohungen.

Der Zoo hatte immer wieder darauf hingewiesen, dass der in Frankfurt per Hand aufgezogene Bonobo diese Eingewöhnungszeit erdulden müsse, um letztlich in das soziale Gefüge der Gruppe integriert werden zu können.

Die Unterbringung Bilis in einem Tierpark in Wales, wie von den Tierrechtlern gefordert, sei keine Option, da der Affe dort keine Artgenossen habe. Die Wuppertaler berufen sich aktuell auch auf Unterstützung des Europäischen Zooverbandes EAZA, dem Verband der Zoologischen Gärten (VdZ) sowie des Jane Goodall-Institutes.

Stand: 12.02.2019, 18:23