Erster Wasserstoffbus in Wuppertal

Neuer Wasserstoffbus der Wuppertaler Stadtwerke

Erster Wasserstoffbus in Wuppertal

  • erster wasserstoffbetriebener Bus in Wuppertal
  • Plan: Wasserstoff aus Müllverbrennung gewinnen
  • Linienbetrieb startet im neuen Jahr

12 Meter lang, 14 Tonnen schwer und trotzdem ein umweltfreundliches Fahrzeug: Die Wuppertaler Stadtwerke haben am Donnerstag (19.12.2019) ihren neuen wasserstoffbetriebenen Bus vorgestellt.

Die Umstellung auf diese Busse ist ein großes Projekt. Derzeit wird eine Betankungsanlage gebaut. Die Werkstätten der Stadtwerke sind schon umgebaut, um die neuen Busse künftig instandhalten zu können.

"Lokal, emissionsarm, umweltfreundlich"

Mit einem leisen Surren rollt der Wasserstoffbus durch Wuppertal. Von außen hört man das Fahrzeug kaum. Die Fahrgäste nehmen nur bei schnellerer Fahrt ein paar Windgeräusche wahr. In einem ersten Schritt möchten die Stadtwerke zehn dieser Busse im Linienbetrieb einsetzen.

"Erst einmal geht es darum, die neue Technologie auszuprobieren. Die ist lokal, emissionsarm und wesentlich umweltfreundlicher als ein Dieselbus. Dadurch haben wir kein CO2 mehr und keine Abgase in der Stadt. Wir müssen jetzt sehen, wie sich die neue Technik bewährt", sagt Ulrich Jaeger, Geschäftsführer WSW-mobil.

Aus Müll wird Wasserstoff

Zum Auftanken sollen die Busse künftig auf das Gelände der Wuppertaler Müllverbrennungsanlage fahren. Bei der AWG laufen derzeit die Bauarbeiten für eine Wasserstoff-Betankungsanlage.

Die Idee: Wasserstoff selbst herstellen - aus einem Teil des bei der Müllverbrennung gewonnenen Stroms. Einmal täglich müssten die Busse dann zum Tanken nach Cronenberg, denn eine Tankfüllung reicht für etwa 350 Kilometer.

Busfahrer werden geschult

Für das Werkstattpersonal und die Busfahrer der Wuppertaler Stadtwerke bedeutet die neue Fahrzeugflotte eine Umstellung. In dem Cockpit der Wasserstoffbusse sind zahlreiche neue Displays verbaut. Auch der Antrieb ist ein völlig anderer als bislang bei den Dieselbussen. Nach und nach werden jetzt 270 Busfahrerinnen und Busfahrer auf die neuen Fahrzeuge umgeschult.

12 Millionen Euro Gesamtkosten

Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf etwa 12 Millionen Euro. Davon entfallen 5,5 Millionen Euro auf die Errichtung der Tankanlage und 6,5 Millionen Euro auf die Anschaffung der zehn neuen Busse.

Stand: 19.12.2019, 14:56

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