Der Traum von Utopiastadt wird Wirklichkeit

Die Pläne von Utopiastadt

Der Traum von Utopiastadt wird Wirklichkeit

  • Notarvertrag für weitere Flächen in Wuppertal unterzeichnet
  • Campus für "Stadt der Zukunft"
  • Gewinne sollen zurück ins Viertel

Die Wuppertaler Ideenschmiede Utopiastadt ist einen bedeutenden Schritt vorangekommen. Die Geschäftsführer der gemeinnützigen Gesellschaft haben am Freitag (14.12.2018) den Notarvertrag für den Ankauf von 11.000 Quadratmetern unterschrieben. Damit ist der Weg frei für den Utopiastadt Campus. Auf dem Gelände soll ganz konkret ein Ort der Zukunft des besseren Miteinanders entstehen.

Gemeinschaft als Wohlstandsmodell

Die Gesellschafter von "Utopiastadt"

Die Gesellschafter von "Utopiastadt"

"Wir haben uns das Gelände gesichert", betont Johannes Schmidt von Utopiastadt ausdrücklich. Denn die Entwicklung zu einem bundesweiten Vorbild für ein Quartier, dass das Gemeinwesen als Wohlstandsmodell in den Fokus stellt, braucht Zeit. Denn hier sollen Wirtschaft, Wissenschaft, kreative, soziale und ehrenamtliche Organisationen gemeinsam das Konzept einer zukunftsfähigen Stadt erproben und realisieren.

Märkte, Messen und Kultur

In einem ersten Schritt wollen die Utopisten einen Teil des Geländes für Märkte, Messen und Kultur nutzen – immer die Nachhaltigkeit im Blick. Die alte Gepäckstation wird schon saniert. Dort zieht die Reparaturwerkstatt ein. Im großen Stil wird dort gezeigt, wie man durch einfache Reparaturen Geld sparen und Müll vermeiden kann. Geld einnehmen wollen die Utopisten mit einem bewirtschafteten Parkraum und Lagerflächen. Die Gewinne fließen dann zurück ins Quartier, um dort weitere Visionen umzusetzen.

Weitere Flächen werden angekauft

Im nächsten Jahr will Utopiastadt weitere Flächen ankaufen. Insgesamt stehen dann 35.000 Quadratmeter zur Verfügung. Brachliegende Flächen mitten in der Großstadt für das Gemeinwohl entwickeln zu können, das ist nach Meinung des Vorstands eine bundesweit einmalige Chance. Aber dafür sind die Utopisten auf Spenden angewiesen. 50.000 Euro sind schon durch den symbolischen Verkauf von Quadratmetern zusammengekommen – sie hoffen auf mehr.

Das Gelände des geplanten Campus Utopiastadt

Hier soll der Campus Utopiastadt entstehen

Das große Ziel: Das Quartier wird saniert, ohne dass Menschen mit wenig Einkommen aus ihren Wohnungen vertrieben werden, sondern sie im Gegenteil davon profitieren können.

Stand: 14.12.2018, 18:01