Getötetes Solinger Kleinkind: Hohe Haftstrafe für Täter

Das Landgericht Wuppertal

Getötetes Solinger Kleinkind: Hohe Haftstrafe für Täter

  • 13 Jahre und sechs Monate Haft für Täter
  • 19-Jähriger war Lebensgefährte der Mutter
  • Dreieinhalb Jahre Haft für Mutter

Das Wuppertaler Landgericht hat am Freitag (12.10.2018) einen 19-Jährigen zu 13 Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Der Mann hatte die zweijährige Tochter seiner Lebensgefährtin zu Tode gequält. Die Mutter des Mädchens bekam eine Haftstrafe von drei Jahren und sechs Monaten.

Mit Absicht erdrosselt

Mit der hohen Haftstrafe für den 19-Jährigen blieb das Gericht knapp unter den von der Staatsanwaltschaft geforderten 14 Jahren. Sie geht auf jeden Fall deutlich über die Höchststrafe von zehn Jahren im Jugendstrafrecht hinaus. Die Richter sahen als erwiesen an, dass der junge Mann das Kleinkind mit Absicht stranguliert hat.

Der 19-Jährige lebte mit der Mutter des Mädchens in Solingen zusammen. Der junge Mann hatte im Prozess seine Tat bestritten und die Mutter belastet. Er sei allerdings gewalttätig gegen das Kind gewesen, gab er im Prozessverlauf zu.

Mutter sei teilnahmslos gewesen

Der Mutter hielt das Gericht zugute, dass sie am Todestag Mitte Januar 2018 an der Tat nicht beteiligt war. Allerdings glaubten die Richter der jungen Frau nicht, dass sie sich ihrem Freund nicht widersetzen konnte. Die Mutter habe sich teilnahmslos gezeigt, das Schicksal ihres Kindes sei ihr gleichgültig gewesen.

Stand: 12.10.2018, 18:29