Sprockhövel und Wuppertal en miniature

Lokalzeit Bergisches Land 29.03.2022 06:09 Min. Verfügbar bis 29.03.2023 WDR Von Annette Hager

Wuppertal und Sprockhövel im Miniaturformat

Stand: 30.03.2022, 10:29 Uhr

Charakteristische Bauten aus Sprockhövel oder Wuppertal im Miniaturformat: Ein Spaß für Tüftler, eine Herausforderung für Grobmotoriker. Entworfen hat sie ein ehemaliger Architekt.

Der pensionierte Architekt und jetztige Modellbauer Volker Winkelmann sitzt am Schreibtisch und arbeitet

Winkelmann: „Die Geschichte hinter den Häusern ist spannend!“

Seit seiner Pensionierung lebt der Architekt Volker Winkelmann sein Interesse für bergische Häuser, für Kunst- und Baugeschichte auf besondere Art und Weise aus: Er bastelt sie nach, maßstabsgetreu in Papier. Und er gibt seine Faszination für die alten bergischen Häuser weiter, mit liebevoll gestalteten Bastelsätzen. Damit kann jeder charakteristische Bauten aus Sprockhövel oder Wuppertal en miniature nachbauen.

Der Architekt Volk Winkelmann baut ein Papiermodell von einem bergischen Haus

Miniaturmodell eines Hauses

Gezeichnet hat der heute 67-Jährige schon immer gern. Am liebsten alte, typisch bergische Häuser: Ein Haus "muss mich anspringen und schon ein bisschen Charakter haben, gern ein bisschen schief sein." Das weckt dann unter Umständen den Wunsch, das Gebäude "zu adoptieren, umzubauen, irgendwas draus zu machen – aber das ist natürlich illusorisch", sagt der Architekt.

Motivation: Bewahren wollen

Ein Papier mit mehreren Zeichnungen von Gebäuden und Modellen aus Sprockhövel

Detailverliebt sind Zeichnungen und Modelle

So kam es dazu, dass er zu einem im Vorüberfahren entdeckten Haus gefahren ist, um es zu zeichnen. Schon das war "oft eine zweischneidige Sache: Man zeichnet Sachen und weiß, der Bagger steht schon irgendwo, weil es dann doch nicht so wertgeschätzt wird, wie man es gerne hätte."
Auch das alte Schrankenwärterhaus, das 1985 in Sprockhövel abgerissen wurde, wollte er für die Nachwelt erhalten. Daraus entwickelte sich erst ein Kalenderobjekt und später die Idee der Bausätze.

"Es juckt mich, Erkenntnisse weiter zu geben"

An manches aus seiner Heimat, wie das Schrankenwärterhaus, erinnern wohl nur noch seine Modelle. Immer - auch bei erhaltenen Bauten wie dem Wuppertaler Engelshaus oder dem alten Zechenturm - geht es ihm bei seinen Recherchen auch um historische Fakten und weitere Informationen, etwa zu Bauweise oder Details, die er in Zeichnungen miteinfließen lässt und seinen Modellen beilegt.

Zum Nachbau

Die Bausätze für seine Bastelhäuser bestehen aus einem farbig bedrucktem Karton und sind maßstabsgetreu. Zu den einzelnen Objekten liegen meist weitere interessante Informationen bei.

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