Anklage: Vater soll Tochter im Internet angeboten haben

Anklage: Vater soll Tochter im Internet angeboten haben

Von Wolfram Lumpe

  • Staatsanwaltschaft erhebt Anklage
  • Tochter wie Ware im Internet angeboten
  • Männer kamen in Wohnung

Die Staatsanwaltschaft hat am Donnerstag (19.12.2019) Anklage gegen einen Mann aus Wuppertal erhoben, der seine minderjährige Tochter kostenlos zum Sex angeboten haben soll. Dem 50-Jährigen wird sexueller Missbrauch Schutzbefohlener und Förderung sexueller Handlungen Minderjähriger vorgeworfen. Aktuell sitzt der Mann laut Staatsanwaltschaft in Untersuchungshaft und schweigt zu den Vorwürfen.

Vater schweigt zu den Vorwürfen

Gegen die acht Männer, die Sex mit der 15-jährigen gehabt haben sollen, wird nicht ermittelt. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte, die Männer blieben unter anderem straffrei, weil ihnen vorgegaukelt worden sei, die Jugendliche sei schon volljährig und einverstanden gewesen. Da das Mädchen über 14 Jahre alt sei, könnten die Männer nicht wegen sexuellen Missbrauchs belangt werden.

Der 50-jährige Vater war am Dienstag (17.12.2019) verhaftet worden, weil er die Männer angeworben und bei den sexuellen Handlungen mit seiner Tochter zugeschaut haben soll. Das Mädchen wird vom Jugendamt betreut und bekommt psychologische Hilfe.

Mann leide an "sexueller Störung"

Der 50-Jährige leide an einer sexuellen Störung, sagte Oberstaatsanwalt Wolf-Tilman Baumert am Dienstag (17.12.2019). Er habe seine Tochter auf einer frei zugänglichen Handelsplattform angeboten, die Männer seien in seine Wohnung gekommen - er selbst habe seine Befriedigung durch Zusehen erlangt.

Freier informierte die Polizei

Den Männern hatte der Mann im Internet vorgegaukelt, dass seine Tochter bereits volljährig sei. Einem Freier war das verdächtig vorgekommen, so dass er die Polizei informierte. Diese hat laut Staatsanwaltschaft seit April ermittelt.

Stand: 19.12.2019, 17:23

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