Wuppertal: Millionen für neue Strahlentherapie

Das Ambiente im Bunker wird durch Fototapeten die wie ein Blick aus einem Fenster geprägt.

Wuppertal: Millionen für neue Strahlentherapie

Von Corinna Schlechtriem

  • 5 Millionen für neues Bestrahlungssystem
  • Punktgenauere Bestrahlungen von Krebspatienten
  • Entspannteres Ambiente für Patienten

Die Räume, in denen Strahlentherapien stattfinden, liegen häufig im Keller. Denn sie müssen sicherheitstechnisch abgeschotteten sein. Das Bethesda-Klinikum geht künftig andere Wege: In einem gesicherten Anbau sollen Tageslicht, Holzböden und Street Art für ein freundliches Umfeld sorgen. Dies, so der Leiter der Strahlentherapie, soll Patienten die Ängste vor einer belastenden Therapie nehmen.

Mehr Präzision bei der Therapie

Ein Patient mit dem neuen Bestrahlungssystem.

Mit der neuen Technik ist eine präzise Bestrahlung möglich.

Dank eines neuen hochauflösenden Linearbeschleunigers ist künftig eine genauere Bestrahlung von Krebstumoren möglich. Insbesondere in sensiblen Bereichen wie Kopf oder Wirbelsäule. Aber auch andere Organe, wie Darm, Lunge, Brust oder Leber können präziser bestrahlt werden. Die neue Technik ermöglichst außerdem höhere Bestrahlungsdosen, ohne umliegende empfindliche Organe zu schädigen. Das bedeutet auch weniger Sitzungen für die Patienten.

Millioneninvestition

Ein Patient wird von dem Linearbeschleunigungsgerät bestrahlt.

Entspannteres Ambiente für Patienten.

Der Praxisverbund Radprax wurde in Wuppertal gegründet und ist einer der größten in NRW. Rund 5 Millionen Euro investiert der Praxisverbund in das neue Bestrahlungssystem im Bethesda-Klinikum. Ein ähnliches Konzept gibt es bisher nur in Bayern und Baden-Württemberg.

Stand: 24.02.2020, 16:05

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