"Aralandia" im Wuppertaler Zoo ist fast fertig

Wuppertaler Zoo: Aralandia bald fertig Lokalzeit Bergisches Land 20.01.2020 05:15 Min. Verfügbar bis 20.01.2021 WDR Von Christian Licht

"Aralandia" im Wuppertaler Zoo ist fast fertig

  • Papageien sind schon da
  • Arazucht in Wuppertal
  • "Aralandia" ist Pilotprojekt

Die neue Papageienanlage im Wuppertaler Zoo wird voraussichtlich Ende März eröffnet. In einer Freiflugvoliere sollen dann dutzende Vögel um die Besucher herum fliegen. Nach einer monatelangen Bauzeit neigen sich die Arbeiten dem Ende entgegen.

Fast alle Vögel sind schon da

Hinter den Kulissen ist schon ein Großteil der Vögel untergebracht, die in wenigen Wochen in das neue Gehege einziehen sollen. Flamingos, Sonnensittiche und vor allem die prächtigen Hyazinth-Aras. Aus aller Welt hat der Zoo die Tiere zusammengetragen. "Natürlich kann man da nicht einfach einkaufen gehen", erklärt Zoodirektor Arne Lawrenz. "Die Tiere werden im Rahmen des Erhaltungszuchtprogrammes zwischen den Zoos ausgetauscht. Die kommen eigentlich von überall her: aus Odense, Nürnberg, Heidelberg. Die weiteste Anreise hatten Aras aus Singapur", so Lawrenz weiter.

Fortpflanzung erwünscht

Die Tierexperten bezeichnen Aralandia als sogenannte "Hochzeitsvoliere". Das bedeutet, dass sich die Papageien zu Paaren zusammen finden sollen. Da die Zucht von Aras sehr schwierig ist, kommt eine ausgefeilte Technik zum Einsatz, um die Tiere besser zu verkuppeln. "Wir haben jetzt eine Dating-Plattform für Papageien", schmunzelt Tierärztin Lisa Grund. Alle Aras sind mit einem GPS-Halsband ausgerüstet. Durch eine spezielle Software können die Experten feststellen, welche Tiere auffällig oft miteinander Zeit verbringen. Wenn festgestellt wird, dass sich ein Papageienpaar gefunden hat, dann werden die Tiere in ein anderes Gehege gebracht. Da hat das Paar dann Ruhe und soll sich fortpflanzen.

Ein ganz besonderes Netz

Lange haben Forscher an dem Netz getüftelt, dass die Freifluganlage umspannt. Grund: das Netz muss gleich mehreren Ansprüchen gerecht werden. So muss es durchsichtig genug sein, dass die Besucher auch von außen die Tiere gut betrachten können. Gleichzeitig muss das Netz aber auch so stark sein, dass es die Aras mit ihren kräftigen Schnäbel nicht durchtrennen können.

Stand: 21.01.2020, 06:51