Abgesackte Häuser: Bewohner sollen entschädigt werden

Abgesackte Häuser: Bewohner sollen entschädigt werden

Von Malte Linde

  • Gutachten klärt Ursachen
  • Wasserrohr defekt
  • Stadtwerke müssen haften

Im März 2019 waren in Wuppertal-Langerfeld in der Straße "Beyeröhde" mehrere Häuser abgesackt und eines davon unbewohnbar geworden. Jetzt (13.11.2019) liegt ein Gutachten über die Ursachen vor.

Wasser unterspült Häuser

Laut Gutachten war der Auslöser ein Wasserrohrbruch. Der Rohrbruch allerdings konnte nur deshalb zu so fatalen Folgen führen, weil der Untergrund von alten Stollen durchzogen war und eines der Häuser ohne Fundamentplatte gebaut wurde. Dieses Gründerzeithaus muss abgerissen werden. Formal haftbar für den Schaden sind laut Gutachten die Wuppertaler Stadtwerke.

Finanzielle Notlage

Die ehemaligen Mieter sind erleichtert, dass endlich die Ursachen feststehen. Der Notauszug hatte sie in finanzielle Bedrängnis gebracht. Gabriele und Peter Thuro zum Beispiel, leben seit neun Monaten in einer 30 Quadratmeter großen Ersatzwohnung. „Wir haben uns zwar lieb“, sagte Gabriele Thuro, „aber auf Dauer ist das zu eng.“

Ansprüche müssen geklärt werden

Die Chancen auf eine baldige Entschädigung sind nach dem Gutachten näher gerückt. Auch die Stadt ist froh, dass das Gutachten vorliegt und der Schaden grundsätzlich reguliert werden kann. „Wir möchten, dass das schnellstmöglich passiert“, sagt Stadtdirektor und Kämmerer Dr. Johannes Slawig.

Aber die Ansprüche müssen erst aufgelistet und geprüft werden. Die Stadt rechnet damit, dass es mindestens ein halbes Jahr dauert, bis das Verfahren abgeschlossen ist.

Stand: 13.11.2019, 15:47

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