Ist Wuppertal wirklich fahrradfreundlich?

Preis fürs fußgänger- und fahrradfreundliche Wuppertal Lokalzeit2go - Bergisches Land 28.02.2019 04:54 Min. Verfügbar bis 28.02.2020 WDR Wuppertal

Ist Wuppertal wirklich fahrradfreundlich?

  • Wuppertal wird die 87. „fahrradfreundliche Stadt“ in NRW
  • Aussicht auf mehr Landesmittel
  • Fahrradverbände bleiben skeptisch

Verkehrsminister Hendrik Wüst reiste am Mittwoch (27.02.2019) nach Wuppertal, nicht um per Urkunde zu ehren, sondern um anzuspornen: Tut mehr für Fußgänger und Radfahrer. Aussicht auf Geld gibt es auch: Im laufenden Jahr werde das Land 39 Millionen Euro für die „Nahmobilität“ ausgeben. Als eine der jetzt 87 fahrradfreundlichen Städte in NRW komme man da leichter ran.

Es gibt viel zu tun

In der ganzen Stadt gebe es noch zu wenig Abstellanlagen für Fahrräder, zu viele Poller auf den Rad-Trassen und keine Führung von Radlern durch Baustellen. Das beklagt Christine Fuchs von der "Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte", kurz AGFS, zu denen Wuppertal jetzt auch gehört.

ADFC: Wuppertal ist noch nicht so weit

Klaus Lang vom ADFC bleibt skeptisch. Er fordert, dass es in Wuppertal einen eigenen Radverkehrsetat geben sollte. Es werde sicherlich nicht ohne Eingriffe in den jetzigen Straßenraum gehen, wegen der sehr beengten Verhältnisse. „Wir sind der Ansicht, dass Wuppertal noch nicht so weit ist, als fahrradfreundliche Stadt zu gelten.“

Stand: 28.02.2019, 11:36