"Cold Cases" aus dem Bergischen werden aufgerollt

Aktenarchiv der Polizei

"Cold Cases" aus dem Bergischen werden aufgerollt

Von Michaela Bruch

Das NRW-Innenministerium setzt insgesamt 28 pensionierte Polizeibeamte wieder ein, um ungeklärte Mordfälle neu aufzurollen. Darunter drei so genannte Cold Cases aus dem Bergischen.

Mord verjährt nie - und deshalb gehen die Alt-Ermittler auch zwei ungeklärten Mordfällen und einem versuchten Mord im Bergischen Land noch einmal nach. Alles Fälle aus den 90er Jahren - unter Federführung des Landeskriminalamtes.

Mord und Mordversuch

Zwei ungelöste Fälle sind aus Wuppertal: Im Februar 1994 wurde auf einem Schrottplatz im Kofferraum eines Autos eine kopflose Leiche gefunden. Im Januar 1995 wurde ein Rentner tot in seiner Wohnung gefunden - vermutlich ein Raubmord. Auch ein versuchter Mord an einer Anhalterin aus Solingen im Februar 1995 beschäftigt die Ermittler.

Neu Methoden für alte Fälle

Die erfahrenen Polizeibeamten, alle über 60 Jahre alt - ehemalige Todesermittler und Kriminalexperten – haben jetzt beim LKA ein Jahr Zeit, sich mit ungelösten Mordfällen aus den letzten 50 Jahren zu beschäftigen. Die Aufgaben der neuen Alt-Ermittler: Akten digitalisieren, Asservate begutachten und mit modernen Ermittlungstechniken neue Aufklärungschancen erkennen.

Diese neue Cold Cases-Datenbank soll alle ungelösten Tötungsdelikte seit 1970 erfassen – insgesamt 1.160 Fälle.

Stand: 24.11.2021, 18:33