Bürgeridee: Tempo 30 und Fahrradspuren auf B7 in Wuppertal

Bürgerantrag: Tempo 30 auf der B7 in Wuppertal Lokalzeit Bergisches Land 29.01.2020 03:16 Min. Verfügbar bis 29.01.2021 WDR Von Anke Spiess

Bürgeridee: Tempo 30 und Fahrradspuren auf B7 in Wuppertal

Von Anke Spiess

  • Fahrradspuren zwischen Elberfeld und Barmen
  • Mehr Verkehrssicherheit, weniger Lärm und Abgasbelastung
  • Versuch soll bis zu sechs Monate dauern

Auf der B7, der Hauptverkehrsader durch Wuppertal sind täglich etwa bis zu 40.000 Autos unterwegs. Fahrradfahrer sind kaum zu sehen. Es ist laut und stinkt. Der Straßenlärm ist gerade hier besonders hoch.

Lärmpegel: 75 Dezibel

Auf der Lärmkarte der Stadt ist die Strecke blau gekennzeichnet. Das bedeutet einen Geräuschpegel von mindestens 75 Dezibel. Eine Belastung für Anwohner. Deshalb hat der Umweltaktivist, Norbert Bernhardt, einen Bürgerantrag eingebracht. Er will zwischen Haspel und Loh in beide Richtungen Tempo 30. Das erhöhe die Sicherheit, reduziere Lärm und auch Abgase.

B7 mit Fahrradweg

Bisher ist Fahrradfahren auf der B7 lebensgefährlich, sagt Norbert Bernhardt. Er will mit seinem Antrag erreichen, dass für sechs Monate geprüft wird, welche Auswirkungen der Fahrradweg und das Tempo 30 auf Klima und Lebensqualität haben.

Grüne und Linke dafür - SPD und CDU dagegen

Lärmkarte der B7 von Elberfeld bis Barmen

Lärmkarte entlang der B7

Grüne und Linke befürworten den Antrag und halten die Idee für einen guten Beitrag zum Schutz der Umwelt und der Anwohner und zur Verkehrswende. Die CDU will den Verkehr auf der B7 nicht durch Fahrradspuren zusätzlich belasten, die SPD verweist auf eine fahrradfreundliche Parallelstrecke.

Chance ergreifen

Professor Jürgen Gerlach, Verkehrsexperte an der Wuppertaler Universität befürwortet die begrenzte Einrichtung von Tempo 30 und Fahrradspuren auf dem Abschnitt der B7. Erfahrungen aus anderen Städten zeigten, dass Lärm und Luftverschmutzung dadurch veringert werden

Stand: 29.01.2020, 12:17

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