Bayer in Wuppertal setzt weiter auf CureVac

Das CureVac Debakel Lokalzeit Bergisches Land 17.06.2021 01:47 Min. Verfügbar bis 17.06.2022 WDR Von Oliver Schäfer

Bayer in Wuppertal setzt weiter auf CureVac

Das Tübinger Unternehmen CureVac hat große Probleme mit seinem Corona-Impfstoff. Bayer will trotzdem Ende des Jahres mit der CureVac-Impfstoffproduktion in Wuppertal starten.

Die Wirksamkeit des Corona-Impfstoffs von CureVac betrage nur 47 Prozent, teilte das Tübinger Unternehmen am Donnerstag (17.06.2021) in einem Zwischenbericht mit. Die Aktien des Unternehmens brachen dauraufhin ein.

Am Bayer-Standort Wuppertal, wo der mRNA-Impfstoff einmal hergestellt werden soll, herrscht deshalb trotzdem keine Panik. Hier gehen die Vorbereitungen zum Hochfahren der Produktion weiter wie geplant.

Die Vorbereitungen laufen weiter

Ein Mann pipettiert in einem Labor des biopharmazeutischen Unternehmens Curevac eine blaue Flüssigkeit

Eine Unternehmenssprecherin von Bayer berichtete, dass derzeit etwa einhundert neue Fachkräfte gesucht werden, um Ende des Jahres den Impfstoff herstellen zu können. Sie sagte allerdings auch: "Wir bewerten die Situation."
Übersetzt kann das heißen: Sollten die Endergebnisse der CureVac-Studien ähnlich enttäuschend ausfallen, könnte man bei Bayer in Wuppertal auch einen anderen Impfstoff produzieren. Technisch sei das durchaus möglich.

Weltweit wichtiger Standort?

Ursprünglich sollte das Vakzin von CureVac bereits im Herbst alle Erprobungsstufen durchlaufen haben - und danach die Zulassung erhalten. Ministerpräsident Armin Laschet äußerte noch im Februar, dass NRW durch die Kooperation von Bayer und Curevac zu einem der wichtigen Standorte der Impfstoffproduktion weltweit werden könne. Zumindest in Wuppertal zweifelt daran offiziell noch niemand.

Stand: 17.06.2021, 16:00