Bei Wuppertals "Brasilia Bar" rollen die Bagger an

heruntergekommenes Gebäude

Bei Wuppertals "Brasilia Bar" rollen die Bagger an

  • Wuppertals markanteste Schrott-Immobilie wird abgerissen
  • Abriss gingen jahrelange Verhandlungen voraus
  • Neues "Eingangstor" für Wuppertal soll entstehen

Zuerst war das markante Gebäude in Wuppertal-Oberbarmen die Heimat einer Schützengilde, dann ein schicker Nachtclub: die "Brasilia Bar". Zuletzt war dort ein Bordell - bis das Haus vor 14 Jahre abbrannte. Seitdem gammelt das Backsteinhaus als Ruine vor sich hin: Das Dach ist fast ganz weg, Unkraut wuchert aus allen Fenstern.

Jahrelange Verhandlungen über Abriss

Der jetzige Eigentümer, Gerhard Petig, hatte die Schrottimmobilie an der Gildenstraße vor acht Jahren bei einer Zwangsversteigerung gekauft. Fast genauso lange stand er mit der Stadt in Verhandlungen wegen des Gebäudes, sagt er.

Er wollte die Kosten für den Abriss nicht allein übernehmen - unter anderem, weil auf dem Gelände noch aktive Versorgungsleitungen für Strom, Gas und Wasser liegen. Jetzt ist er sich mit der Stadt Wuppertal, der Wirtschaftsförderung und den Stadtwerken einig geworden. Seit Dienstag (09.10.2018) tragen Bagger den Gebäudetorso ab.

Plan: ein neues "Eingangstor" für Wuppertal

Sobald das 2.500 Quadratmeter große Areal wieder eine ebene Brachfläche ist, will Petig es möglichst noch in diesem Jahr Investoren anbieten, sagt er. Seine Idee für das Gelände: möglichst hochwertige Wohnbebauung.

Schließlich sei der Standort ideal für ein neues "Eingangstor" für den Wuppertaler Osten, und ein Aushängeschild für den Stadtteil Oberbarmen. Entsprechend sorgfältig will er die Pläne möglicher Investoren prüfen, bevor er das Gelände verkauft.

Stand: 09.10.2018, 15:37

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