Wuppertal: Ballon fliegt in die Stratosphäre

Ballon

Wuppertal: Ballon fliegt in die Stratosphäre

Von Anna-Lena Meinheit

  • Wuppertaler Schüler starten Experiment mit Stratosphärenballon
  • Messgeräte sollen Informationen über Erdatmosphäre senden
  • Im zweiten Versuch erfolgreich

Ein Jahr lang haben Benjamin Frost und Hendrik Tackenberg aus der Oberstufe des Carl-Fuhlrott-Gymnasiums im Informatik-Unterricht an einem Stratosphärenballon gearbeitet. Im zweiten Versuch sollte das Experiment am Montag (08.04.2019) endlich glücken.

Erster Versuch gescheitert

Stratosphärenballon hängt im Baum

Beim ersten Versuch war der Baum im Weg

Denn beim ersten Versuch am vergangenen Dienstag (02.04.2019) hatten die beiden Abiturienten Pech. Statt 35 Kilometer hochzusteigen, blieb der Ballon schon kurz nach dem Start in einem Baum auf dem Schulhof hängen. Die dünne Latexhülle riss dabei. Der Technik ist nichts passiert, sie konnte noch einmal verwendet werden.

GPS sendet Informationen aus der Stratosphäre

Im zweiten Anlauf haben die beiden Schüler ihr Experiment auf dem Schuldach aufgebaut. Eine weitere, wichtige Änderung: ein zweites Seil sollte den Ballon beim Aufstieg sichern. Gegen elf Uhr wurde der Ballon schließlich mit einer Sonde in die Luft gelassen.

Das Wetter spielte den Schülern dabei in die Karten: "Der entscheidende Vorteil war, dass es wenig Wind gab. Damit ging das Ganze deutlich einfacher", so Hendrik Tackenberg. Über GPS waren die Schüler mit der Sonde permanent verbunden. Außerdem zeichneten drei Kameras den langen Weg nach oben auf.

Aufstieg verläuft nach Plan

38 Kilometer hoch bis in die Erdatmospäre flog der Ballon. Die Sonde maß die Temperatur, den Luftdruck und die Radioaktivität in der Stratosphäre. Nachdem der Ballon oben angekommen war, platzte er. Am Mittag landete die Sonde mit einem Fallschirm in Radevormwald. Die Ergebnisse werden von den Schülern noch diese Woche ausgewertet.

Kurze Ballonfahrt von Wuppertal in die Stratosphäre Lokalzeit Bergisches Land 02.04.2019 01:41 Min. Verfügbar bis 02.04.2020 WDR Von Anna-Lena Meinheit

Stand: 08.04.2019, 18:28