Kanuten sammeln Müll auf der Wupper

Kanuten sammeln Müll Lokalzeit2go - Bergisches Land 22.02.2019 00:32 Min. Verfügbar bis 25.02.2020 WDR Wuppertal

Kanuten sammeln Müll auf der Wupper

  • Freiwillige sammeln Unrat am Ufer
  • Neun Kilometer lange Strecke
  • Auch exotische Fundstücke

Insgesamt 50 randvoll gefüllte Müllsäcke, Straßenschilder, Krücken, eine funktionierende Uhr und ein Knochen, der aussieht, als könne er einem Mammut gehören. Das ist bei der Kanu-Müllsammelaktion entlang der Wupper am Sonntag (24.02.2019) zusammengekommen.

Unrat hängt in der Uferböschung der Wupper

Müll in der Uferböschung der Wupper.

"So viel hat sich noch nie angesammelt und es wird von Jahr zu Jahr mehr", stellt Thomas Becker fest, der die Aktion jetzt schon seit mehreren Jahren organisiert. Jeden Frühling schippert er mit einigen Freiwilligen die Wupper runter und sammelt mit den Kanus den Unrat ein, der sich in der Uferböschung verfangen hat.

Das macht der ehemalige Kanu-Weltmeister einmal aus Eigennutz: "Wer will schon durch eine Mülllandschaft fahren?" Zudem spielt der Umweltschutzgedanke dabei eine Rolle. "Vor dem Hintergrund der Plastikproblematik in den Weltmeeren und Flüssen wollen wir einen - wenn auch nur kleinen - doch wichtigen Beitrag leisten.“

19 Helfer im Einsatz

Der Unrat wurde mithilfe der Kanus abtransportiert.

Mit Kanus wird der Müll abtransportiert.

So wie er haben auch 19 Freiwillige gedacht, die sich mit Neoprenanzug und Zangen bewaffnet den Müll auf einer Länge von neun Kilometern eingesammelt haben.

Schließlich stellten die Helfer fest, dass ihre Kanus nicht einmal ansatzweise ausreichen, um Straßenabsperrungen, Gummireifen und Bobbykar abzutransportieren. "Das war ja nur ein kleines Stück zwischen Parkplatz ‚Burgholz‘ und Müngstener Brücke - da müssen wir noch einmal ran."

Neanderthal Museum soll Riesenknochen bekommen

Kanuten begutachten nach ihrer Müllsammelaktion einen gefundenen Knochen.

Kanuten begutachten den Riesenknochen.

Das exotischste Fundstück, den Riesenknochen, wollen sie dem Neanderthal Museum zeigen, um zu klären, wen er mal geschmückt hat.

Stand: 24.02.2019, 17:05