Fanbündnis gegründet: WSV-Anhänger wollen mitreden

Fußballfans im Wuppertaler Stadion, Mannschaften auf dem Rasen

Fanbündnis gegründet: WSV-Anhänger wollen mitreden

Von Rita Jäger

  • WSV-Anhänger gründen Bündnis
  • Fans wollen in Verwaltungsrat
  • Mitglieder entscheiden am 8. April

Die Mitglieder des Fußball-Regionalligisten Wuppertaler SV wollen künftig mehr mitentscheiden: Vertreter diverser Fangruppierungen werden nach eigenen Angaben bei der Jahreshauptversammlung am 8. April sieben Vertreter für den Verwaltungsrat zur Wahl stellen. Am Freitag (22.03.2019) hat das „Fanbündnis WSV offiziell die Arbeit aufgenommen.

Strack sitzt schon im Verwaltungsrat

Die Fanvertreter wollen damit den Fortbestand des Vereins sicherstellen, sagt Lutz Strack, einer der Initiatoren des Bündnisses. Dazu gehöre ein klares Konzept mit nachvollziehbarer Kostenkontrolle und einer verbesserten Außendarstellung. Auch von höheren sportlichen Zielen müsse man sich zunächst verabschieden, so Strack. 

Der 57-Jährige ist bereits Mitglied im Verwaltungsrat, ebenso wie fünf seiner Mitstreiter. Nach den Rücktritten der Vorstände und Verwaltungsräte vor einigen Wochen haben sie kurzfristig reagiert und die Verantwortung interimsmäßig übernommen.

Fanbündnis will Stimme der Mitglieder sein

Lutz Strack, Verwaltungsrat Wuppertaler SV

Lutz Strack, einer der Initiatoren des Bündnisses

Eigentlich wollte sich die Faninitiative erst bei der Jahreshauptversammlung am 8. April zur Wahl stellen. Dass sie jetzt schon aktiv werden mussten, sei nicht geplant, aber notwendig gewesen, so Strack: „Auf diese Weise sind wir schon jetzt an der Rettung des Vereins beteiligt. Wir wollen die starke Stimme aller Mitglieder und Freunde des Vereins sein.“
Allen sei klar, dass sie mit dem Amt im Kontrollorgan des Wuppertaler Sportvereins ihre Zugehörigkeit zu den unterschiedlichen Fangruppierungen aufgeben müssen.

Mitgliederversammlung am 8. April

Bedenken, dass die wirtschaftliche Kompetenz der Fans nicht ausreiche für das höchste Vereinsgremium, will Strack nicht gelten lassen. „Uns fehlen vielleicht die Kontakte zu potenziellen Geldgebern, aber wir stehen alle im Leben und werden unsere Energien und Kompetenzen bündeln.“ Außerdem hoffe man darauf, dass der Rest des Verwaltungsrates mit Vertretern der Wirtschaft besetzt bleibe. Die Entscheidung darüber trifft die Mitgliederversammlung dann am 8. April.

Stand: 22.03.2019, 15:07