Wuppertaler SV: Insolvenz ist vom Tisch

Der Niedergang des Wuppertaler SV Sportschau 07.01.2019 00:40 Min. Verfügbar bis 07.01.2020 Das Erste

Wuppertaler SV: Insolvenz ist vom Tisch

  • Crowdfunding bringt mehr fast 130.000 Euro
  • Finanzloch konnte gestopft werden
  • Spieler und Trainer verzichten auf Prämien

Die drohende Insolvenz des Fußballregionalligisten Wuppertaler SV ist vom Tisch. Wie der Traditionsclub auf seiner Hompage am Sonntag (20.01.2019) mitteilt, konnte das Finanzloch von 260.000 Euro geschlossen werden.

Allein beim Crowdfunding im Internet haben die Fans fast 130.000 Euro gesammelt. Beteiligt haben sich auch Fußballfans anderer Vereine.

Mit dem Geld ist allerdings nur die laufende Saison gesichert. Ohne deutlich mehr Zuschauer und Sponsoren wird der Verein sein gestecktes Ziel, in überschaubarer Zeit in die dritte Liga aufzusteigen, aber nicht realisieren können.

Außenstände sollen beglichen werden

Fußballfans im Wuppertaler Stadion, Mannschaften auf dem Rasen

Fans des Wuppertaler SV

Der Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV hat bei seiner Crowdfunding-Aktion im Internet fast 30.000 Euro mehr eingenommen als die angestrebten 100.000 Euro. Am Samstag (19.01.2019) endete die Aktion, die zehn Tage zuvor gestartet war.

Mit dem Geld will der von Insolvenz bedrohte Klub seine wichtigsten Außenstände begleichen. Auch Spieler, Trainer und Sportliche Leitung hatten dem WSV durch einen Prämienverzicht zusätzlich geholfen. Der Verein sei auf einem guten Weg, hieß es.

Fünf Spieler sind schon weg

Fünf Spieler haben den Verein schon verlassen, darunter Torjäger Christopher Kramer und Keeper Joshua Mroß. Weitere Spieler sollen folgen. Ihre Gehälter kann der Verein wegen mangelnder Sponsoren auch künftig nicht mehr zahlen.

Da nur Leistungsträger in der Winterpause wechseln, kann damit ein Großteil der laufenden Gehälter eingespart werden. Aufgestockt wird die Mannschaft mit jungen Spielern aus der U19.

In der vorigen Woche hatte mit der SG Wattenscheid 09 ein weiterer Traditionsverein mit Hilfe einer Crowdfunding-Aktion die Insolvenz abgewendet. Dabei waren mehr als 300.000 Euro gesammelt worden.

Traditionsvereine am Rande der Insolvenz

Sportschau 13.01.2019 02:35 Min. Verfügbar bis 13.01.2020 ARD

Zu wenig Publikum im Stadion

Der WSV ist nach eigenen Angaben unter anderem deshalb in finanzielle Schieflage geraten, weil sich die Sponsorensuche schwieriger gestaltet habe als erwartet. Außerdem besuchten zu wenig Wuppertaler die Heimspiele des Vereins.

Freibier für die Spender

Für die Geldgeber soll es am 8. Februar 2019 in Wuppertal eine Danke-Party geben. Dafür wollen Vorstand und Verwaltungsrat hundert Liter Bier spenden.

Stand: 20.01.2019, 11:53