DNA-Beweis: Wolf im Oberbergischen

Ein Wolf hinter einem Baumstamm

DNA-Beweis: Wolf im Oberbergischen

  • Wolf riss zwei Schafe in Engelskirchen
  • DNA-Test eindeutig
  • Land zahlt Wolfsschäden zu 100 Prozent

Das Tier, das am 10. Juli bei Engelskirchen zwei Schafe gerissen und ein weiteres verletzt hatte, ist eindeutig ein Wolf. Das ergab am Dienstag (13.08.2019) ein DNA-Test, bestätigte das Landesamt für Umwelt und Naturschutz.

Wissenschaftler hatten von den Bisswunden an den toten Schafen eine Speichelprobe genommen und diese genetisch untersuchen lassen. Damit ist bewiesen: Es gibt einen Wolf im Oberbergischen Kreis.

Eine weitere Untersuchung am Forschungsinstitut Senckenberg in Gelnhausen soll herausfinden, woher der Wolf genau stammt. In Deutschland gehört der Wolf zu den streng geschützten Arten. Er darf nicht gejagt werden.

Land zahlt Wolfsschäden

Das Land Nordrhein-Westfalen will Landwirte und Schäfer bei Verlusten durch Wölfe unterstützen: Überall im Land zahlt die Landesregierung zu 100 Prozent Schadensersatz für Nutz- und Haustiere, bei denen nicht ausgeschlossen werden kann, dass ein Wolf sie riss. Das heißt, die Besitzer müssen nicht beweisen, dass ihr Tier von einem Wolf getötet worden ist - es reicht der Verdacht aus.

Nicht ganz so einfach ist es bei der Bezahlung von Schutzzäunen: Elektrozäune zahlt das Land nur in Regionen, die als "Wolfsgebiet" ausgewiesen worden sind, und in den benachbarten Pufferzonen. Also dort, wo ein Wolf auftauchen könnte. Bei den Bezirksregierungen können Einzelheiten erfragt werden.

Stand: 13.08.2019, 18:49