Erneut Wolf in Engelskirchen nachgewiesen

Ein Wolf, fotografiert von einer Wildtierkamera

Erneut Wolf in Engelskirchen nachgewiesen

  • Nachweis durch Fotos aus Wildkamera
  • Bilder entstanden im Oktober 2019
  • Bereits Nachweise im Juli 2019

Im oberbergischen Engelskirchen ist erneut ein Wolf aufgetaucht. Er wurde dort am 5. und 11. Oktober 2019 von Wildkameras fotografiert. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW hat den Nachweis am Freitag (18.10.2019) bestätigt. Ob es sich auf beiden Aufnahmen um ein und dasselbe Tier handelt, konnte das LANUV noch nicht sagen.

Schon im Juli ein Wolf nachgewiesen

Es ist nicht das erste Mal, dass in Engelskirchen ein Wolf aufgetaucht ist. Im Juli 2019 gab es bereits zwei Nachweise. Damals hatte ein Wolf mindestens vier Schafe gerissen. Das hatte die genetische Untersuchung einer Speichelprobe ergeben. Ob es der Wolf war, der jetzt fotografiert wurde, ist bisher noch nicht bekannt.

Oberbergischer Kreis ist kein Wolfsgebiet

Trotzdem gilt der Kreis noch nicht als Wolfsgebiet. Dassei erst der Fall, wenn sich eines der Tiere nachweislich sechs Monate in der Region aufgehalten hat, so Dietmar Birkhahn, Wolfsbotschafter für das Oberbergische. "Dass sich der Wolf hier niederlässt, das wird keiner vorhersagen können", sagt Birkhahn. Er selbst hatte die Fotos des Wolfs in Engelskirchen aufgenommen.

Finanzielle Hilfe bei Sicherungsmaßnahmen

Das LANUV empfiehlt Haltern von - zum Beispiel - Schafen und Ziegen, ihre Tiere mit Zäunen zu schützen. Alternativ sollten die Tiere nachts in einem Stall untergebracht werden. Das Land bietet bei den Sicherungsmaßnahmen finanzielle Unterstützung an. In Wolfsgebieten und in den Pufferzonen werden zum Beispiel Elektrozäune zu 100 Prozent gefördert. Sollte ein Tier nachweislich von einem Wolf gerissen werden, bekommen die Halter eine Entschädigung.

Stand: 18.10.2019, 10:21