Aufarbeitung des Missbrauchs: Bätzing spricht von "Desaster"

Die beiden Türme des Kölner Dom

Aufarbeitung des Missbrauchs: Bätzing spricht von "Desaster"

Die Vorwürfe, Missbrauch im Erzbistum Köln zu vertuschen, beschäftigen die katholische Bischofskonferenz. Der Vorsitzende Georg Bätzing sprach im ZDF-Morgenmagazin von einem "Desaster".

"Ich glaube Kardinal Woelki, dass sein Aufklärungswille wirklich deutlich und klar ist. Die Unruhe die entstanden ist, insofern dass das erste Gutachten zurückgehalten wird, ist mir aber genauso verständlich und sie treibt mich auch", so Bätzing. Woelki hält das Gutachten unter Verschluss, weil es angeblich methodische Schwächen aufweist. Ein neues Gutachten soll am 18. März 2021 veröffentlicht werden.

Bischof Georg Bätzing

Georg Bätzing ist Vorsitzender der katholischen Bischofskonferenz

Bätzing erneuerte die Forderung, das erste Gutachten zu veröffentlichen und die juristische Debatte darüber öffentlich zu führen. Missbrauchsopfer kritisieren hingegen erneut den Umgang Kardinal Woelkis mit der Aufklärung von sexuellem Missbrauch. Am Mittwochmittag (24.02.2021) wollen sie vor dem Kölner Dom demonstrieren.

Stand: 24.02.2021, 08:00