Stein des Anstoßes: Wipperfürther Straßenpflaster

Stein des Anstoßes: Wipperfürther Straßenpflaster Lokalzeit2go - Bergisches Land 11.01.2019 03:18 Min. Verfügbar bis 11.01.2020 WDR Wuppertal

Stein des Anstoßes: Wipperfürther Straßenpflaster

  • Wipperfürther Marktplatz wird neu gepflastert
  • Grauwacke-Pflastersteine kommen aus Indien
  • Entscheidung kostet Arbeitsplätze im benachbarten Lindlar

In Wipperfürth wird gerade der Marktplatz mitten in der Stadt saniert - ein Prestigeprojekt. Für das Pflaster wollte die Stadt nur das beste - keine einfachen Betonsteine, sondern die vergleichsweise teure Grauwacke. Die gibt es in der Nachbarstadt Lindlar, in riesigen Steinbrüchen. Aber jetzt stellt sich heraus: die Grauwacke, die in Wipperfürth verbaut wird, kommt von ganz weit her: aus Indien.

Steine aus Indien billiger als aus der Nachbarstadt

Pflasterarbeiten am Wipperfürther Marktplatz

Pflasterarbeiten am Wipperfürther Marktplatz

Der Stadtrat hatte sich zwar vor zwei Jahren ausdrücklich bergische Grauwacke als Pflastersteine gewünscht - aber der Stein aus Indien ist etwa ein Viertel billiger als aus dem 14 Kilometer entfernten Lindlar. Und die Stadt sei als öffentlicher Auftraggeber dazu verpflichtet, das günstigere Angebot anzunehmen, erklärt Wipperfürths Bürgermeister Michael von Rekowski.

Steinbruch in Lindlar bangt um Arbeitsplätze

Herstellung von Grauwacke-Pflaster

Grauwacke-Pflaster - made in Lindlar

Das Problem: Der Steinbruch in Lindlar hatte fest mit dem Auftrag aus Wipperfürth gerechnet, Angebote kalkuliert und Muster geliefert. Fein gesägt, mit viel Aufwand bearbeitet. Das Unternehmen ist enttäuscht, spricht gar von sechs bis acht Arbeitsplätzen, die durch die Wipperfürther Entscheidung im Lindlarer Steinbruch gefährdet seien.

Stand: 11.01.2019, 14:59