Ansturm in der Eifel: "Bitte kommen Sie nicht mehr!"

Anweiser organisieren die parkenden Autos

Ansturm in der Eifel: "Bitte kommen Sie nicht mehr!"

Von Sabine Rieck

Wegen des Ansturms von Ausflüglern bittet jetzt auch die Eifelgemeinde Hellenthal Besucher, nicht mehr zu kommen. Das Ordnungsamt kontrollierte heute bereits vor Ort die Einhaltungen der Corona-Maßnahmen. Es seien außerdem nicht genug Parkplätze für den Besucheransturm vorhanden. 

Der Bürgermeister Rudolf Westerburg der Gemeinde Hellenthal klingt ernst. "Wir appellieren ab sofort an alle Besucher, nicht mehr für einen Schneeausflug in unseren Ort zu kommen." Am Dienstag seien bei dem trockenen Wetter noch mal deutlich mehr Leute in die Eifelregion gekommen als die Tage zuvor, sagte Westerburg dem WDR. Es werde sehr vor allem wild geparkt. "Jede Wiese, jeder Wald- oder Wirtschaftsweg wurde zum Parken genutzt", so der Bürgermeister. Auch das Parken entlang der Bundesstraße sei nicht mehr möglich gewesen. 

Schneespaß für wenige Stunden

Non-stop seien Besucher für ein paar Stunden in die Schneeregion gekommen. Man gehe nach aktuellen Schätzungen von mehreren tausend Besuchern aus, die über den Tag verteilt kamen. Zwölf Mitarbeiter des Ordnungsamtes beobachteten die Situation im Ort und sprachen große Besuchsgruppen an, sich an die Corona-Regeln zu halten. Auch wenn sich die Gemeinde normalerweise über Besucher freut, hoffe man, dass sich die Besucher an den folgenden Tagen fernab von Hellenthal aufhalten. "So viele Schneemänner haben wir noch nie auf den Wiesen in Hellenthal gesehen", erklärte Bürgermeister Westerburg. "Allerdings haben wir derzeit keine Gastronomie und keine sanitären Anlagen, was die Situation zur Corona-Zeit natürlich besonders schwierig macht." 

Auch Monschau überlastet

Auch die Stadt Monschau hat auf Ihrer Internetseite und über soziale Medien dazu aufgerufen, die Stadt nicht zu besuchen. Dem Ansturm der Menschen und Autos werde man kaum Herr, heißt es.

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Krisensitzung der Gemeinden im Hohen Venn

So wie das Skigebiet Weißer Stein in Hellenthal und Winterberg im Sauerland wird auch das Hohe Venn seit Tagen von Schneetouristen geradezu überrannt. Deshalb haben sich die ostbelgischen Anliegerkommunen wie Weismes und Malmedy am Dienstag mit Polizei und Forstamt zu einer Krisensitzung getroffen. Unter anderem sollen Parkverbote und Straßensperren dafür sorgen, dass Autos und Fußgänger das Hohe Venn nicht mehr erreichen können. Über die sozialen Netzwerke sollen die Touristen von einem Besuch abgehalten werden.

Traurige Zeiten für Skifans 02:38 Min. Verfügbar bis 29.12.2021

Stand: 29.12.2020, 17:39