Riesenwindräder sollen in Bedburg ans Netz gehen

Grafik: Höhenvergleich Kölner Dom und Riesenwindrad

Riesenwindräder sollen in Bedburg ans Netz gehen

Von Stephan Pesch

  • Riesenwindräder von je 240 Meter Höhe geplant
  • Bedburg wird bald Genehmigungverfahren starten
  • Baubeginn im Windpark soll 2020 sein

Die Stadt Bedburg will ihren Windpark am Rand des Tagebaus Garzweiler gemeinsam mit dem Unternehmen Innogy erweitern. Das teilte das Essener Unternehmen Innogy auf Anfrage am Donnerstag (11.04.2019) mit. Geplant ist der Bau fünf riesiger Windräder, jeweils 240 Meter hoch. Damit werden die Anlagen den Kölner Dom um rund 80 Metern überragen.

Genehmigungsverfahren Ende des Jahres

Windpark Bedburg

Windpark Bedburg

Die fünf neuen Windkraftanlagen sollen auf der Königshovener Höhe, einer rekultivierten Halde am Rand des Tagesbaus Garzweiler entstehen - rund zweieinhalb bis dreieinhalb Kilometer entfernt von Wohnungen und Häusern, so eine Sprecherin von Innogy. Damit sei auch der landesweit gesetzlich vorgeschriebene Abstand gewährleistet, sagt Innogy. In einem ersten Schritt hat nun der Bedburger Stadtentwicklungsausschuss den Flächennutzungsplan geändert. Ende des Jahres soll das Genehmigungsverfahren starten. Der Bau könnte dann laut Innogy 2020 beginnen.

Windpark mit Millionengewinn

Der Windpark auf der Königshovener Höhe ist schon heute einer der größten und leistungsstärksten in NRW. Die Anlage hat eine Leistung von 67 Megawatt. Jährlich kann der Windpark rund 58 Tausend Haushalte mit Strom versorgen. Betreiber der Windradriesen sind die Stadt Bedburg , die einen Anteil von 49 Prozent hält und das Unternehmen Innogy, das 51 Prozent Anteile hält. Sie teilen sich sowohl die Investionskosten als auch die Gewinne. Bislang hat sich der Windpark für Bedburg gelohnt. Seit dem Start 2015 haben die Windräder jedes Jahr laut Stadt mehr als eine Million Euro Gewinn abgeworfen für die Stadt.

Stand: 11.04.2019, 12:47