Gärten am Venusberg von Wildschweinen verwüstet

Wildschwein-Horde im Wald

Gärten am Venusberg von Wildschweinen verwüstet

Von Lina Einenkel

  • Mehrere Gärten am Venusberg von Wildschweinen verwüstet
  • Tiere waren auf der Suche nach Futter
  • Bonner Jäger gehen jetzt gemeinsam auf die Jagd

Umgegrabene Terrassen, Obst- und Spielwiesen, die einer Kraterlandschaft gleichen. Am Venusberg hat es einige Straßenzüge besonders schwer erwischt. Eine Jugendherberge, ein Seniorenheim und eine Tagungsstätte hatten bereits Besuch aus dem Wald und müssen jetzt Gärten teilweise neu anlegen und mit wildschweinsicheren Zäunen ausstatten.

Auf der Suche nach tierischem Eiweiß

Die Wildschweine kommen aus dem Kottenforst und sind eigentlich keine neuen Gäste der Waldgebiete am Venusberg. Dass die Tiere aber so nah an vom Menschen bewohnte Gebiete nach Nahrung suchen, liegt auch an dem warmen Sommer. Eicheln und Bucheckern bekommen sie in diesem Jahr im Überfluss im Wald. Die enthalten viel pflanzliches Eiweiß. Als Ausgleich dazu suchen sie auf Wiesen und Feldern nach tierischem Eiweiß, wie zum Beispiel in Regenwürmern, Engerlingen und Schnecken.

Population im Kottenforst stabil halten

Bonner Jäger gehen jetzt verstärkt auf Wildschweinjagd. Zum Einen um die Population im Kottenforst auszudünnen: Wenn weniger Tiere auf einer Stelle hausen, müssen auch keine Schweine in entfernte Randgebiete ausweichen. Zum anderen sollen die Schweine, die sich bereits am Venusberg heimisch fühlen, von dort wieder vertrieben werden.

Stand: 08.10.2018, 16:30