Wildkatzenschutz im Rhein-Sieg-Kreis

Wildkatzenschutz im Rhein-Sieg-Kreis

Von Lina Einenkel

  • Nahezu 50 Tiere leben im Rhein-Sieg-Kreis
  • Experten finden Gefahrenquellen
  • Population soll stabil bleiben

Um die 50 Wildkatzen streifen durch die Wälder des Rhein-Sieg-Kreises, meist durch das Siebengebirge oder den Kottenforst. In ganz NRW sind es rund 500 Tiere. Für Spaziergänger bleiben die scheuen Wildkatzen meist aber ungesehen. Um die Population im Kreisgebiet auch weiterhin stabil zu halten, haben Naturexperten besprochen, wie die Tiere noch besser geschützt werden können.

Holzpolter als Brutstätte

Dabei sind zwei Gefahrenstellen besonders hervorgehoben worden. Aufgeschichtete Baumstämme, sogenannte Holzpolter, nutzen Wildkatzen, um dort ihre Jungen aufzuziehen. Werden diese Holzpolter in dieser Zeit abtransportiert oder umgeschichtet, wird den kleinen Jungtieren der Fluchtweg abgeschnitten oder sie werden unter der Last zerquetscht.

Tiere bleiben in Zäunen hängen

Eine weitere Gefahrenquelle sind sogenannte Knotengitterzäune, von denen vereinzelte Reste in Waldgebieten herumliegen. Wildkatzen können sich an den Drähten die Pfoten aufreißen oder hängen bleiben. Ohne fremde Hilfe können sich die Tiere dann meist nicht befreien und verenden.

Gezieltere Hilfe von Tierschützern

Durch das Entdecken der Gefahrenquellen für diese geschützte Tierart, können Tierschützer in Zukunft nun gezielter Hilfe leisten. So könnten Zaunreste aus den Wäldern entfernt und Holzpolter während der Brutzeit der Wildkatze nicht mehr bewegt werden - Maßnahmen mit denen den scheuen Tieren geholfen werden kann, sich auch weiterhin im Rhein-Sieg-Kreis heimisch zu fühlen.

Zahl der Wildkatzen steigt in Deutschland

WDR 5 Leonardo Top Themen 01.08.2017 06:50 Min. Verfügbar bis 31.07.2022 WDR 5

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Stand: 15.12.2018, 06:00