Braunkohlegegner sollen Camp bei Morschenich verlassen

Blick von oben auf das Wiesencamp, den Hambacher Forst und den Tagebau Hambach

Braunkohlegegner sollen Camp bei Morschenich verlassen

  • Kreis Düren setzt Frist bis 11.12.2018
  • Besitzer der Wiese wehrt sich mit Klage
  • Kreis Düren will Entscheidung des Gerichts abwarten
Kommentare (23)

Die Braunkohlegegner sollen das von ihnen genutzte Wiesencamp bei Merzenich-Morschenich verlassen. Der zuständige Kreis Düren hat den Besitzer der Fläche in direkter Nähe zum Tagebau Hambach aufgefordert, sämtliche Bauten auf der Wiese zu beseitigen.

Besitzer will Wiesencamp nicht verkaufen

23.09.2018: Teilnehmer der Demonstration gegen die Rodung des Hambacher Forsts laufen durch das "Wiesencamp" in den Wald.

Demonstration im Hambacher Forst

Die Zeit drängt: Am 11. Dezember 2018 läuft die Frist ab. Bis zu fünfzig Bauten sollen sich mittlerweile auf der Wiese befinden. Seit rund sechs Jahren nutzen Umweltaktivisten die Wiese als Basiscamp für ihren Widerstand gegen die Braunkohle.

Aber auch nach Ablauf der Frist wird der Kreis Düren vorerst auf eine Räumung der Wiese verzichten. Man werde, so der Pressesprecher des Kreises, zunächst die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Aachen abwarten.

Dort hat der Besitzer der Wiese zwischenzeitlich Klage eingereicht - gegen die Räumungsverfügung des Kreises Düren, wie der WDR am Mittwoch (05.12.2018) berichtet hat. Die Wiese an RWE für 12.000 Euro zu verkaufen, lehnt der Besitzer ab.

Stand: 06.12.2018, 14:50

Kommentare zum Thema

23 Kommentare

  • 23 Frank 08.12.2018, 12:32 Uhr

    Das Räumen der Wiese löst das Problem nicht. Denn das eigentliche Problem ist, dass die Habgier mancher Manager keine Grenzen kennt. Dabei darf man nicht auf die leichte Schulter nehmen, dass Länder und Kommunen an kriminell erwirtschafteten Gewinnen beteiligt sind... was eigentlich auch eine Form von Korruption ist :o Der Schaden bleibt dann am Volk hängen, so wie beim Dieselskandal. Naturkatastrophen werden immer heftiger....

  • 22 Kerpener 08.12.2018, 11:44 Uhr

    Umweltschutz ist wichtig,aber... Bei einem Waldspaziergang im Hambacher Forst mit meiner Frau im Hambacher Forst habe ich mir selber ein Bild gemacht. Viel Müll und Barrikaden war dort zu sehen. Ein vermummter Aktivist ist mit einer Axt auf und zugegangen. Eine Diskussion mit Ihm zu führen, wie man nach dem Atom und Braunkohle Ausstieg 80 Millionen Deutsche mit Energie versorgt war Zwecklos. Meine Frau hatte Angst dort unter den Vermummten in einem öffentlichen Wald. Sie hocken auf Ihren Baumhäusern und verüben Anschläge auf Mensch und Material. Da hat garantiert kein Tier ruhe, und in den paar Bäumen die da noch stehen sind Baumhäuser rein gezimmert worden. Unglaublich das unsere Politik so etwas zulässt. Verschwindet endlich aus unserer Heimat und macht woanders Stress !!! Ein Kerpener

  • 21 Kerpener 08.12.2018, 00:36 Uhr

    Um mir selber ein Bild zu machen bin ich mit meiner Frau in zum Hambacher FORST gefahren um dort spazieren zu gehen . Wir haben dort viel Müll und Barrikaden gesehen. Ein Aktivist stand vermummt mit einer Axt vor uns.Ein versuch mit Ihm sachlich zu Diskutieren scheiterte an seiner Unkenntnis.Ich wollte nur wissen wie wir nach dem Atomausstieg 80Millionen Deutsche sicher mit Energie versorgen, wenn die Braunkohle weg fällt. Die sogenannten Aktivisten sehen das wohl als großes Abenteuer dort.Sie zeigen kein Gesicht und verüben Anschläge auf Mensch und Material dort. In diesem Wald findet garantiert kein Tier ruhe .Unglaublich das sowas von unserer Politik geduldet wird . Umweltschutz ist wichtig aber solche Terroristen die nichts anderes zu tun haben als dort auf Bäumen zu hocken und Mist zu bauen braucht keiner. Wir möchten Euch in unserer Heimat Nicht haben!!! Ein Kerpener

  • 20 Arina Abel 07.12.2018, 22:57 Uhr

    Es gibt es noch mutiger und erliche Menschen. Bravo! Hatte ich Zeit gehabt,ware ich auch da mit Gegner zusammen.Die Baume konnen. nicht sich selbs schutzen. Menschen sollen ,das machen

  • 19 Beobachter 07.12.2018, 09:17 Uhr

    Brandstifter, Erpresser,... Linke Autonomie... & wenige Naturschützer! Wer Neutral beobachtet sieht wer sich da vermischt. Leider wurde viel zu lange gewartet da aufzuräumen. Die Grünen wollen nur mit Gewalt Ökostrom verkaufen Eigeninteresse! Die Chinesen bestimmen demnächst mit der neuen Seidenstraße & Ihrer Stahl! Kohlekraft die Wirtschaft aber gegen RWE hetzen gut gemacht wenn man nur bis zum Grünen Tellerrand denkt.

  • 18 Juppi 06.12.2018, 20:25 Uhr

    Hab gemerkt dass die RWE-ler nicht die Hellsten sind...bei der Demo von IG BCE

  • 17 Antonietta 06.12.2018, 06:25 Uhr

    Jetzt zum unabhängigen Ökostromanbieter wechseln! Bei der Verbrennung von Kohle entsteht viel CO2 und dies ist für das Klima schädlich Braunkohle: · hat einen hohen Schwefelanteil (schlecht für die Umwelt) · großer Landschaftsverbrauch durch den Tagebau · der Grundwasserspiegel muss gesenkt werden, damit man sie abbauen kann

    Antworten (1)
    • Elli 06.12.2018, 16:55 Uhr

      Wenn soviel Ökostrom da wäre

  • 16 Christoph 06.12.2018, 04:46 Uhr

    Na endlich! Das wurde auch Zeit!

  • 15 Helmut 05.12.2018, 19:01 Uhr

    Die Natur brauch den Mensch nicht, sie macht was sie will. Macht alle mal euren Kopf frei. KLIMA, OZONLOCH, SCHWEINEPEST, Alles dumme Politik und jeder macht mit ??

    Antworten (1)
    • Daniel 06.12.2018, 07:17 Uhr

      Das mag ja sein, aber der Mensch braucht die Natur, bzw. das, was noch davon übrig ist. Und um das zu erhalten, ist ein besserer Umgang mit ihr wichtig. Andernfalls werden unsere Kinder nicht mehr ihre Köpfe einschalten müssen. Sie werden sie sich nur noch darüber zerbrechen können, warum ihre Eltern früher wohl verdammtnochmal behauptet haben Naturschutz sei nur dumme Politik.

  • 14 Petra 05.12.2018, 18:55 Uhr

    Ich frage mich, wieso Düren so dumm ist, und wieder Unterstützung für RWE leistet, denen das Camp ein Dorn im Auge ist. Sitzen da doch "Terroristen", wie der Polizeichef Reul kund tat. Letzterer hat sich durch seinen Zusatzjob im RWE Vorstand, abhängig gemacht. Der schnöde Mammon und Machtgier regoeren die Politik, nicht umgekehrt. Düren und RWE bringen nur noch mehr Menschen gegen sich auf, wenn ein Urteil, welches schon einmal in dieser Angelegenheit gefällt wurde, und besagt, dass das Versammlungsrecht Vorrang vor den Ansinnen von "Düren" steht, ignoriert wird. Immer mehr Menschen wollen einen schnellen Klimawandel, und es werden immer mehr, je mehr gegen die vorgegangen wird, die dafür seit Jahren kämpfen. Ich hoffe, Hr. Claßens Klage stoppt den Wahnsinn der Menschen, die ihr Macht demonstrieren wollen, auf Teufel komm raus.

    Antworten (3)
    • bin interessiert 06.12.2018, 08:47 Uhr

      @Petra: habe gerade beim RWE nachgeschaut, aber keinen Reul im Vorstand gefunden??? Wie kommen Sie zu dieser Aussage???

    • Holger 07.12.2018, 06:32 Uhr

      Es wird nicht RWE unterstützt, sondern geltendes Baurecht durchgesetzt....

    • Holger 07.12.2018, 06:55 Uhr

      Wieso unterstützt die Stadt Düren RWE? Die Stadt Düren will nur räumen weil gegen das Baurecht verstoßen wurde.......

  • 13 Heidemarie Siegel 05.12.2018, 16:09 Uhr

    Hier scheint es nur Schwarz-Weiß-Denken zu geben. Zwar kenne ich nicht die genauen Bestimmungen (die im Übrigen variieren), aber die Aufforderung, (feste!) bauliche Einrichtungen zu entfernen, dürfte rechtlich einwandfrei sein. Ob die Stadt Düren allerdings politisch! klug handelt, das gerade jetzt zu fordern, ist fraglich. Den Physik-Oberlehrern ins Stammbuch: es gibt schon noch andere Sichtweisen zur vermeintlich drohenden Dunkelflaute, und das sind keine alternativen Fakten. Und denen, die von "Ökoterroristen" faseln wäre zu raten, sich 1. über den Begriff "Terrorist" zu informieren und 2. - vielleicht mal die Leute dort zu besuchen? Ich kann versichern, dass es ganz ungefährlich ist!!!!

    Antworten (1)
    • Werner60 05.12.2018, 20:49 Uhr

      Welche alternative Sichtweise zur Dunkelflaute gibt es außer der allgemein bekannten, nämlich dass bei Zeiten ohne Wind und Sonne der Strom aus konventionellen Quellen kommen muss ?