Troisdorfer Schüler forschen mit eigenem Wetterballon

Schülergruppe vor blauem Himmel vor dem Start ihres eigenen Wetterballons

Troisdorfer Schüler forschen mit eigenem Wetterballon

Von Sebastian Tittelbach

  • Ballon soll bis in die Stratosphäre fliegen
  • Sensoren und Kameras zeichnen Flug auf  
  • Ein Jahr Vorbereitung bis zum Start

In Troisdorf beobachteten am Dienstag (17.04.2018) rund 900 Schüler des Gymnasiums Altenforst ein einmaliges Spektakel - sie starteten ihren selbstgebauten Wetterballon.

Um kurz nach zehn hebt nicht nur der Wetterballon mit seiner knallroten Technikbox vom Schulhof ab, es steigt auch ein Jahr Arbeit in die Höhe. So lange haben sieben Schüler am Gymnasium Zum Altenforst den Flug vorbereitet und an ihrem Ballon getüftelt, programmiert und geschraubt. 

Kurz vor dem Start machen die Akkus Probleme  

Zwei Schüler treffen die letzten Vorbereitungen vor dem Start des Wetterballons

Die letzten Vorbereitungen werden getroffen

Alle Klassen haben sich auf dem Schulhof versammelt, wo Physiklehrer Torsten Heimermann und sein Team die weiße Hülle mit Helium füllen. Im Physikraum kämpfen die Schüler und Schülerinnen währenddessen mit den Akkus für die Technikbox. In der Box befinden sich Wettersensoren, ein Mini-Computer und zwei Kameras. Sie sollen spektakuläre Bilder vom gesamten Flug liefern. Bis auf 35 Kilometer kann ein solcher Ballon aufsteigen, er dringt damit bis in die Stratosphäre vor. 

Technikbox soll bei Koblenz landen

Die Technik muss einiges aushalten: In der Stratosphäre herrschen Temperaturen von minus 30 Grad, dort platzt der Ballon und an einem Fallschirm schwebt die Ausrüstung zurück zur Erde. Die Styroporbox ist wasserdicht, enthält Wärmeakkus und zwei GPS-Sender. Damit wollen die Schüler den Ballon wieder finden. Direkt nach dem Start haben sie sich auf den Weg Richtung Koblenz gemacht. Nach ihren Berechnungen soll der Ballon dort landen. 

Stand: 17.04.2018, 15:50