Erfundene Geiselnahme in Wesel führte zu Großeinsatz

Polizeiauto vor der Bank in Wesel

Erfundene Geiselnahme in Wesel führte zu Großeinsatz

Von Marcus Böhm und Monika Krahl

Nach dem mysteriösen Überfall auf die Stadtsparkasse in der Weseler Innenstadt ist am Dienstag (09.10.2018) klar: Eine bedrohte Geisel hat es nie gegeben.

In der Weseler Innenstadt hat es am Montagmittag (08.10.2018) einen größeren Polizeieinsatz gegeben. Alles begann damit, dass ein 21-jähriger Mann aus Hamminkeln einer Bankmitarbeiterin einen Zettel über den Schalter gereicht hatte. "Auf dem Papier stand, dass er dringend Geld brauche, weil seine Freundin in der Nähe in einem Auto von einem bewaffneten Unbekannten als Geisel gehalten und bedroht werde. Er brauche das Geld, um sie auszulösen", so die Kreispolizei Wesel.

Geiselnahme war nur ausgedacht

Die Polizei löste einen Großalarm aus und ließ Teile der Weseler Innenstadt abriegeln. Polizisten suchten nach einem Geiselnehmer und einer jungen Frau, die in Lebensgefahr schweben sollte. Schließlich wurde der unbewaffnete Täter abgeführt. Laut Polizei soll er sich die Geschichte allerdings nur ausgedacht haben.

Die Polizei ermittelt jetzt wegen Nötigung. Der junge Mann, der offenbar dringend Geld brauchte, ist wieder frei.

Stand: 09.10.2018, 16:42

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