Köln/Bonner Flughafen: Stellenabbau droht wegen Umsatzeinbruchs

Sicherheitsabsperrungen am Flughafen Köln-Bonn mit Absperrband

Köln/Bonner Flughafen: Stellenabbau droht wegen Umsatzeinbruchs

Der Umsatz werde in diesem Jahr um 120 Millionen Euro auf 220 Millionen Euro sinken. Ein Stellenabbau von 100 Arbeitsplätzen mit Frühverrentungen und Abfindungen sei denkbar.

Der Flughafen Köln/Bonn rechnet wegen der Coronakrise noch bis zum Jahr 2026 mit weniger Passagieren. Laut Flughafensprecherin am Mittwoch ist der Hauptgrund der Rückgang an Geschäftsreisen. Johan Vanneste, Vorsitzender der Geschäftsführung, rechnet mit einem dauerhaft schlechten Geschäft.

Porträtbild von Flughafenpräsident Johan Vanneste

Flughafenpräsident Johan Vanneste

"Wir rechnen vorrangig mit dauerhaft weniger Geschäftsreisenden, die bisher rund ein Drittel unserer Passagiere ausmachten. Die Konzerne in der Region wie Bayer, Telekom oder Post haben alle erklärt, Mitarbeiter würden künftig mehr per Videokonferenz kommunizieren." Auch die Bundesregierung werde weniger Beschäftigte zwischen Berlin und Bonn pendeln lassen.

Stellenabbau mit Frühverrentungen und Abfindungen?

Vanneste hält es für denkbar, in diesem Jahr - so wie bereits im vergangenen Jahr- rund 100 Stellen mit Frühverrentungen und Abfindungen abbauen zu können. Solche freiwilligen Maßnahmen könne er sich auch für die Zukunft vorstellen. Es solle ein Beschäftigungspakt mit dem Betriebsrat und den Gewerkschaften geschlossen werden, um die Kosten deutlich zu senken und um auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten zu können.

Stand: 23.09.2020, 11:36