Neue Baumhäuser im Hambacher Forst sollen geräumt werden

Hambacher Forst: Weitere Räumungen stehen bevor

Neue Baumhäuser im Hambacher Forst sollen geräumt werden

  • Räumungstermin im Hambacher Forst noch unbekannt
  • Ortsbegehung der Behörden
  • Umweltaktivisten planen Protestspaziergang

Im Hambacher Forst steht erneut ein großer Polizeieinsatz bevor. Nach WDR-Informationen könnte schon in der kommenden Woche damit begonnen werden, die Baumhäuser in dem Waldstück am Braunkohletagebau zu räumen.

Am Mittwoch (09.01.2019) haben sich Vertreter des Kreises Düren, der Stadt Kerpen und der Polizei ein Bild vor Ort gemacht. Bei der Begehung des Waldes seien 49 neue Baumhäuser festgestellt worden, sagte ein Polizeisprecher.

Im Herbst waren 86 illegale Baumhäuser in einem der größten Polizeieinsätze des Landes geräumt worden. Man werde die gleiche technische Ausstattung wie im Herbst brauchen, etwa Gerät für die Höhenrettung, hieß es.

Anweisung aus Bauministerium

Vorbereitung der Räumungen im Hambacher Forst

Vertreter der Stadt Kerpen und des Kreises Düren begutachten die Baumhäuser unter Polizeischutz.

Das NRW-Bauministerium hatte angewiesen, die illegalen Bauten aus Sicherheitsgründen zu räumen. Die Polizei rechnet damit, dass sie von den Kommunen in den nächsten Tagen um Vollzugshilfe gebeten wird.

Umweltaktivisten kündigen massiven Widerstand an

Derweil mobilisieren Braunkohlegegner und Umweltaktivisten in den sozialen Netzwerken: Die Jugendorganisation des BUND hat Kohlegegner aufgerufen, in den Wald zu kommen. Für Sonntag ist erneut ein Protestspaziergang geplant.

Das Aktionsbündnis “Unterholz” hat zu Aktionen des "zivilen Ungehorsams" aufgerufen. Dazu gehören Sitzblockaden und das Anketten an Bäumen und Barrikaden. Eine Aktivistin kritisierte den geplanten Einsatz trotz eines gerichtlich verhängten Rodungsstopps. Ein solcher Einsatz würde erneut enormen Schaden an Tieren, Pflanzen und dem Waldboden verursachen.

Stand: 09.01.2019, 15:20