Anklage gegen Aachener Weihbischof

Weihbischof Dr. Johannes Bündgens lässt mit sofortiger Wirkung seine Ämter ruhen.

Anklage gegen Aachener Weihbischof

  • Ermittlungen gegen 63-jährigen Geistlichen
  • Betrugsvorwurf steht im Raum
  • Aachener Weihbischof soll privat viel Geld angenommen haben
  • Anklage wegen Untreue

Der Verdacht gegen Johannes Bündgens wiegt schwer: Der Aachener Weihbischof soll nach Angaben der Staatsanwaltschaft Köln am Donnerstag (05.12.2019) von einer Frau insgesamt 127.000 Euro auf sein Privatkonto überwiesen haben. Diese Frau, die zu diesem Zeitpunkt wohl nicht mehr geschäftsfähig war, soll ihm zuvor eine Bankvollmacht erteilt haben. Das würde Betrug bedeuten. Ein gerichtlich bestellter Betreuer der Frau habe diese Überweisungen entdeckt und die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Mit dem Geld, das in Teilbeträgen geflossen sein soll, kaufte er der Anklage zufolge in Aachen eine Immobilie.

Weihbischof hat Bistum selbst informiert

Derzeit befindet sich der 63-Jährige auf einer Auslandreise. Er hatte das Generalvikariat in Aachen von sich aus informiert. Bündgens lässt alle seine Ämter ruhen. Aachens Bischof Helmut Dieser zeigte sich schockiert über den Vorwurf. Er drängt auf eine vollständige Aufklärung. Bündgens sei berei, zur "lückenlosen Aufklärung" beizutragen. In einer schriftlichen Einlassung habe Bündgens erklärt, die 127 000 Euro seien inzwischen komplett zurückgezahlt worden.

Johannes Bündgens wurde in Eschweiler bei Aachen geboren. 1980 erfolgte die Priesterweihe, seit 2006 ist er Weihbischof in der Aachener Diözese. Der 63-Jährige ist unter anderem Vorsitzender des Caritas-Verbandes im Bistum.

Anklage gegen Aachener Weihbischof

00:25 Min. Verfügbar bis 05.12.2020

Anklage gegen Aachener Weihbischof 02:04 Min. Verfügbar bis 05.12.2020

Stand: 05.12.2019, 16:23