Einsturz des Kölner Stadtarchivs: Stadt verzichtet zum zwölften Jahrestag auf Veranstaltung

Einsturzstelle des Historischen Archivs der Stadtt Köln

Einsturz des Kölner Stadtarchivs: Stadt verzichtet zum zwölften Jahrestag auf Veranstaltung

Der Einsturz des Stadtarchivs jährt sich am Mittwoch zum zwölften Mal. Anders als sonst gab es diesmal keine Veranstaltung der Stadt an der Unglücksstelle am Waidmarkt.

Oberbürgermeisterin Henriette Reker kam am Mittwoch bewusst nicht an die Einsturzstelle. Wegen der Pandemie wollte sie keinen Anlass dazu geben, dass eine größere Versammlung entsteht.

Zwei Gedenkkränze hängen am Zaun vor der Unglücksstelle

Zwei Gedenkkränze der Stadt Köln hängen am Bauzaun vor der Unglücksstelle

Deshalb hat sie am vergangenen Samstag an der Einsturzstelle eine Videobotschaft aufgenommen. Die Stadt hat eine Kondolenzseite mit dem Video eingerichtet. Dort wurde es um 13:58 Uhr, zum Zeitpunkt der Katastrophe, freigeschaltet. Zum Gedenken an die Todesopfer hat die Stadt Köln Kränze aufhängen lassen.

Vor Ort gab es eine kleine Mahnwache, organisiert von der Initiative Köln Komplex. 20 Menschen durften maximal daran teilnehmen.

Menschengemachter Baufehler war Ursache für den Einsturz

Um 13.58 Uhr war vor zwölf Jahren das Stadtarchivgebäude in sich zusammen gesackt. Zwei Junge Männer starben, eine Frau nahm sich aus Verzweiflung das Leben.

In einem Strafprozess wurde festgestellt, dass ein menschengemachter Baufehler die Ursache war.

Stand: 03.03.2021, 16:23

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