Streit um Abwassergebühren in Wegberg geht weiter

Abfluss mit 100 € Geldscheinen

Streit um Abwassergebühren in Wegberg geht weiter

  • Knapp 4,50 Euro pro Kubikmeter Schmutzwasser
  • Bürger in der Nachbarkommune zahlen weniger als die Hälfte
  • Starkverschmutzerzuschlag geplant

Die von der Stadt Wegberg geplante neue Abwassergebühr entlastet die Bürger nicht wie erhofft. Das haben erste Modellrechnungen ergeben. Somit droht der Kommune ein neuer Gebührenstreit.

Fast drei Euro mehr als in Nachbarstadt

4,42 Euro muss der Wegberger für einen Kubikmeter Schmutzwasser zahlen. In der Nachbarstadt Erkelenz liegt die Gebühr dagegen bei 1,75 Euro. Gegen die hohen Gebühren wurde schon mehrfach geklagt - bisher ohne Erfolg. Viele Wegberger sehen einen der Gründe für die hohen Gebühren in einer Lederfabrik, die im Zentrum der Stadt produziert. Sie leitet stark verschmutztes Wasser in die Kläranlage ein. Zum 1. Januar 2020 will die Stadt nun einen Starkverschmutzerzuschlag einführen, doch auch dann würde der Kubikmeterpreis nur um 24 Cent sinken. Die Stadt sucht daher noch nach weiteren Einsparmöglichkeiten.

Stand: 02.04.2019, 12:14