Risiko Radfahren - wie sicher sind unsere Radwege?

Eine Radfahrerin fährt zwischen mehreren Autos hindurch

Risiko Radfahren - wie sicher sind unsere Radwege?

  • Großes Interesse beim WDR 5 Stadtgespräch
  • Anteil der Radfahrer am Gesamtverkehrsaufkommen in Aachen stagniert
  • Rund 17.000 Radfahrer im vergangenen Jahr in NRW verunglückt

Radfahren in Aachen kann gefährlich sein. Erst vor wenigen Wochen kam eine 52-jährige Frau ums Leben. Sie war auf einem Radstreifen von einem Lkw erfasst worden, der sie beim Abbiegen nicht gesehen hatte. Fahrradinitiativen fordern seit Jahren, endlich mehr für die Sicherheit der Radfahrer zu tun. Beim Stadtgespräch am Donnerstag (21.03.2019) diskutierten die Teilnehmer lebhaft über Möglichkeiten, das zu erreichen.

Stadtgespräch aus Aachen: Risiko Radfahren

WDR 5 Stadtgespräch 21.03.2019 56:06 Min. WDR 5

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Aachen liegt weit hinter eigenen Zielen zurück

Der Anteil der Radfahrer am Verkehrsaufkommen in Aachen stagniert seit zehn Jahren bei rund elf Prozent. Dabei wollte die Stadt bei der Entwicklung zu einer fahrradfreundlichen Stadt schon viel weiter sein. Umfragen zeigen: Die vielen und oft schweren Unfälle verunsichern viele Bürger. Beim Stadtgespräch riet Claudius Wettstein von der Bürgerinitiative "Radentscheid Aachen“ deshalb, sich ein Beispiel an den Niederlanden zu nehmen. Dort seien die Kreuzungen in vielen Städten so gebaut, dass Auto- und Lkw-Fahrer Radfahrer kaum übersehen könnten.

Vorbild Niederlande

Allen werde man es nicht recht machen könnten, hieß es bei der Diskussion. Um mehr Aachener aufs Rad zu bekommen, müssten Autofahrer zurückstecken und einen Teil der Fahrbahnen in der Stadt abgeben. Sjors van Duren, Radverkehrsexperte aus den Niederlanden, erinnerte daran, dass es auch dort heftige Diskussionen um fahrradfreundliche Städte gegeben habe. Heute habe Utrecht einen Radverkehrsanteil von 50 Prozent. Der Einsatz habe sich gelohnt.

Stand: 22.03.2019, 16:44