Rund 1.000 Menschen protestieren gegen Anti-WDR-Demo

Demonstranten auf der Domplatte in Köln

Rund 1.000 Menschen protestieren gegen Anti-WDR-Demo

  • Rechte Gruppen riefen zu Demo gegen WDR auf
  • Mehr als 1.000 Menschen formen Gegenprotest
  • Kundgebungen bislang laut Polizei weitestgehend friedlich

Mehr als 1.000 Menschen haben sich am Samstagmittag (04.01.2020) in der Kölner Innenstadt versammelt, um gegen mehrere Demonstrationen zu protestieren, die sich gegen den WDR und Rundfunkbeiträge richten. Rechte Gruppierungen hatten zu den Kundgebungen aufgerufen.

So hätten sich am Appellhofplatz laut Polizei 50 rechte Demonstranten versammelt, bei der Gegendemo wären 1.000 Personen vor Ort gewesen.

Video löst Empörungswelle aus

Grund für die Demonstrationen war ein Video von WDR 2, in dem ein Kinderchor eine satirische Version des Liedes "Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad" sang. Darin sollte – unter anderem mit der Zeile "Meine Oma ist 'ne alte Umweltsau" – der Generationenkonflikt, der sich durch die Fridays-for-Future-Bewegung darstellt, mit den Mitteln der Satire aufgegriffen werden.

Im Rahmen der Veranstaltungen kam es auch zu Auseinandersetzungen. Gegen 13.30 Uhr mussten Beamte am Durchgang zwischen Appellhofplatz und Elstergasse bei einem Zwischenfall eingreifen. "Dort haben wir mehrere Personen, die sich der Demo auf dem Appellhofplatz anschließen wollten, durch die Gegendemonstranten geleitet", sagte ein Polizeisprecher dem WDR.

Daraufhin sei es dort zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen den Teilnehmern und der Polizei gekommen. Ein Mann wurde in Gewahrsam genommen. Zudem erstattete die Polizei 20 Anzeigen wegen Körperverletzung, Widerstand und Sachbeschädigung und erteilte acht Demo-Teilnehmern Platzverweise. Es gab mehrere Leichtverletzte. Gegen 16 Uhr beendeten die Veranstalter der Anti-WDR-Demo ihre Kundgebung.

Stand: 05.01.2020, 12:30