Spaziergang entlang des Römerkanals in der Eifel

Damit die Flüsse fließen können: Wasserverband sucht "pflegende Hände"

Stand: 26.01.2022, 09:58 Uhr

Uferböschungen entlang von Rur, Wurm, Inde und Vichtbach müssen dringend gepflegt werden. Damit sich kein Wasser staut. Der Wasserverband Eifel-Rur braucht dafür Hilfe und sucht nach Landschafts- und Gartenbauunternehmen.

Von Wolfgang Deutz

Sie sollen an Flüssen und Bächen angrenzende Rasenflächen mähen, Altholz beseitigen, das Abflüsse verstopft, und sich um die Baumpflege entlang der Uferböschungen zu kümmern.

Dauerhaft mehr Personal lohnt nicht

Ziel ist es, die Abflüsse frei von Altholz und Unrat zu halten. Das ist wichtig, auch um einen ungehinderten Wasserabfluss zu gewährleisten. Das Personal des Wasserverbandes dauerhaft aufzustocken, lohnt nicht. Viele der Arbeiten können nämlich nur in gewissen Zeiträumen erfolgen. So ist der Baum- und Heckenschnitt zwischen März und Oktober in der Regel untersagt. Und auch die Dürener Mühlenteichwochen finden nur zeitlich begrenzt statt. Nur so kann der WVER auch im Sinne des Steuerzahlers wirtschaftlich arbeiten.

Ein kleiner Bach über den ein Baum ragt

Kleinere Arbeiten, wie einzelne Baumfällungen oder das Freiräumen von Abflüssen, sind dagegen auch mit dem regulären Personal zu leisten, sagt der Wasserverband. Bei größeren Arbeitsaufträgen, wie zum Beispiel dem Fällen von Pappeln entlang der Rur, setzt man dagegen auf die Profis der Garten- und Landschaftsbauer. Das ist nicht neu. Doch die Preise der bereits jetzt eingesetzten Unternehmen steigen, oder deren Terminkalender sind voll.

Wasserverband EifelRur sucht pflegende Hände

00:31 Min. Verfügbar bis 26.01.2023


Ausschreibungen laufen

Deshalb werden jetzt wieder Aufträge ausgeschrieben. Bewerben können sich Unternehmen über die Seiten des Wasserverbandes Eifel-Rur. Der Wasserverband Eifel-Rur betreut zwischen Aachen, Düren und Heinsberg rund 1.900 Kilometer Bach- und Flussläufe. Zum Vergleich: Der Rhein ist mit 1.233 Kilometern Länge deutlich kürzer. Auch die Zufahrten zu kleineren Gewässern wie der Urft oder dem Broichbach sind komplizierter und zeitintensiver als an einem großen Fluss. Auch das bindet Personal.

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