Dunke Wolken ziehen über eine alte Kulturlandschaft

Sturm in NRW: Was muss ich beachten?

Stand: 16.02.2022, 17:56 Uhr

Bei Sturm und Orkanböen ist es wichtig, Gartenstühle und Balkonpflanzen zu sichern, einen längeren Arbeitsweg einzuplanen und: am besten zu Hause zu bleiben.

Sturm und Orkanböen könnten ab Mittwochabend für Chaos in NRW sorgen. Wie können wir uns am besten auf mögliche Probleme vorbereiten?

Balkon und Garten sichern

Der unabhängige Versicherungsberater Andreas Kutschera aus Mönchengladbach empfiehlt, Gartenstühle anzubinden und Töpfe vom Balkon räumen, damit die nicht jemandem auf dem Kopf fallen oder beim Nachbarn in der Fensterscheibe landen. Zwar übernehme die private Haftpflicht im Normalfall solche Sturm-Schäden, sie prüfe aber natürlich auch, ob man seiner Sorgfaltspflicht nachgekommen ist. Wenn der Gartenstuhl sich trotz Sicherung selbstständig macht und auf ein Auto geweht wird, hat es Vorteile, wenn der Besitzer nachweisen kann, sie im Vorhinein gesichert zu haben.

Arbeitnehmer müssen zur Arbeit

Auch bei Sturm und Orkanböen müssen Arbeitnehmer dafür sorgen, dass sie pünktlich am Arbeitsplatz erscheinen. Zugverspätungen oder -ausfälle sind keine Entschuldigung. Kulante Arbeitgeber sehen darüber hinweg oder lassen die verpasste Zeit nacharbeiten. Der Arbeitnehmer trägt das sogenannte Wegerisiko selbst. Arbeitnehmer, die im Homeoffice arbeiten können, haben die Möglichkeit, im Vorhinein mit ihrem Chef das Gespräch zu suchen und darum zu bitten, von zu Hause aus zu arbeiten.

Zugausfälle möglich

Besonders im Norden und Osten von NRW, im Kreis Euskirchen und in der Städteregion Aachen kann es ab dem Mittwochabend vermehrt zu stärkeren Windböen und somit auch zu Zugausfällen kommen. Auch für Fußgänger und Autofahrer gilt: Wer nicht unbedingt auf die Straße muss, sollte lieber zu Hause bleiben.

Schüler dürfen zu Hause bleiben

Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) hat beschlossen, dass am Donnerstag in NRW die Schulen geschlossen bleiben. Sie wolle nicht verantworten, dass bei Windstärke zehn bis zwölf Kinder auf dem Schulweg verletzt werden. Zuvor hätten die Eltern entscheiden dürfen, ob der Schulweg bei Sturm und Orkanböen zu gefährlich ist und ob sie ihre Kinder zu Hause lassen, sagt der kommissarische Schulleiter Emil Deckwirh vom Cornelius-Burgh-Gymnasium in Erkelenz. In solchen Fällen sei aber wichtig, dass Eltern sich kurz in der Schule melden, sonst gelte der Schüler als unentschuldigt.