Flut-Opfer in Erftstadt: Warten auf das Geld

Auf der Baustelle an der Abbruchkante in Erftstadt-Blessem wird weiter aufgeräumt

Flut-Opfer in Erftstadt: Warten auf das Geld

Von Sabine Büttner

Anwohner im Hochwasser-Gebiet in Erftstadt kritisieren die schleppende Auszahlung von Hilfsgeldern.

Ein Vertreter von Anwohnern aus dem Stadtteil Blessem sagte, die Menschen brauchten dringend finanzielle Unterstützung.

Die Stadt hatte Betroffenen eine Soforthilfe ausgezahlt: Der Grundbetrag waren 1.500 Euro pro Haushalt. Er wurde um 500 Euro für weitere im Haushalt lebende Personen erweitert. Aus Mitteln vom Land sei noch kein Geld geflossen, heißt es aus dem Kreis der Anwohner. 

5,5 Millionen Spendengelder

Die Stadt Erftstadt arbeitet außerdem gerade an einem Konzept, wie Spendengelder verteilt werden sollen. 5,5 Millionen Euro sind bislang auf dem Spendenkonto der Stadt eingegangen. Der Rat soll in einer Sondersitzung diesen Monat, am 24.08., beschließen, wie das Geld gerecht auf Betroffene verteilt wird.

In Blessem gehen unterdessen die Arbeiten an der Abbruchkante weiter. Eines der durch den Erdrutsch und das Hochwasser instabil gewordenen Häuser wird abgerissen. An der Abbruchkante wird weiter ein Sand-Kies-Gemisch aufgeschüttet, um den Bereich abzusichern und den begehbaren Rand weiter zu vergrößern.

Stand: 10.08.2021, 07:02