Warnstufe Orange: Erhöhte Waldbrandgefahr in NRW

Warnstufe Orange: Erhöhte Waldbrandgefahr in NRW

Seit Tagen hat es in NRW nicht geregnet. Die Wälder im Land sind staubtrocken, leiden unter Borkenkäfern, überall liegen Massen von Totholz, abgestorbenen Bäume oder deren Teilen. Die Waldbrandgefahr ist an vielen Orten erhöht - vor allem im Bergischen Land.

Warnstufe 3, Orange. So steht es im Waldbrand-Gefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes inzwischen für eine ganze Reihe von Orten in NRW. Das bedeutet mittlere Waldbrandgefahr. In den kommenden Tagen soll es auch weiter trocken bleiben.

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Feuerwehr trainiert für den Ernstfall

Die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde Reichshof im Oberbergischen Kreis bereitet sich vor und trainiert immer wieder für den Ernstfall. Einsatzleiter Christoph Dick fährt mit seinem Team und fünf breiten Lkw zu einem simulierten Ernstfall im Waldgebiet.

Christoph Dick

Die Fichten in der Gegend sind nach dem dritten Dürresommer in Folge tot. Bei der Übung in Reichshof geht es darum, schnell große Mengen Wasser herzuschaffen, denn die 2.000 bis 4.000 Liter in den Feuerwehrautos sind schnell verbraucht. Teil des neuen Konzepts von Christoph Dick und seinen Kollegen ist, engen Kontakt zu den Landwirten zu pflegen. So können mit einem Trecker schnell mal 15.000 Liter zusätzlich organisiert werden.

"Wir müssen uns darauf vorbereiten"

Bei dem großen Waldbrand in Gummersbach im April war Feuerwehrmann Dick auch im Einsatz. Etwa 1.000 Einsatzkräfte waren dabei, als ein ganzer Bergrücken niederbrannte. "Das hatte man ehrlich gesagt gar nicht auf dem Schirm, dass so etwas auch hier in der Nachbarschaft passieren kann", so Dick. Insgesamt verbrannten 30 Hektar Wald.

Die letzten trockenen Frühjahre und heißen Sommer hätten klar gezeigt, dass man den Wald aufmerksamer beobachten müsste, erläutert Christoph Dick: "Sorgen würden ich das nicht nennen - Gedanken muss man sich machen. Wir müssen uns drauf vorbereiten."

Stand: 19.09.2020, 19:58