Warnstreiks der IG Metall in Dürener Textilindustrie

Zwei rot-weiße Banner auf Asphalt mit Aufschrift Beschäftigung halten Arbeit verteilen und Anker

Warnstreiks der IG Metall in Dürener Textilindustrie

Die Tarifverhandlungen für die westdeutsche Textil- und Bekleidungsindustrie sind seit Ende Januar unterbrochen. In dieser Woche rufen Gewerkschafter deshalb landesweit zu Warnstreiks und Protesten auf. In Düren beteiligten sich am heutigen Dienstag die Mitarbeiter von fünf Firmen daran.

Unter anderem vor der Firma "Anker" hängten mehr als 50 Angestellte des Unternehmens Luftballons und Protestplakate am Werkseingang auf. Unter dem Motto "Ein Luftballon, ein Mensch“ sollte auf die Situation der Beschäftigten hingewiesen werden. Die Corona-Pandemie dürfe nicht dazu führen, dass Stellen gestrichen werden, hieß es. Da es wegen Corona keine Versammlungen der Mitarbeiter gibt, wurden die Ballons als Platzhalter aufgehängt.

Kampf um mehr Geld und weniger Arbeitszeit

Streikende Menschen hängen Luftballons auf

Für die Beschäftigten in der Textil- und Bekleidungsindustrie fordert die IG Metall eine Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen um vier Prozent für zwölf Monate. Außerdem kämpft die Gewerkschaft um einen neuen Tarifvertrag zur Altersteilzeit mit einem höheren Aufstockungsbetrag.

Angebot der Arbeitgeber für IG Metall noch zu gering

Bis Ende Januar sei von den Firmenvorständen noch kein vernünftiges Angebot gekommen, so Gewerkschafter. So wurden Einmalzahlungen von 200 Euro und Einkommenserhöhungen von bis zu 1,2 Prozent angeboten. Jetzt soll mit den Warnstreiks ein verhandlungsfähiges Angebot erzwungen werden. Von den rund 100.000 Beschäftigten der Branche arbeiten 23.000 in Nordrhein-Westfalen.

Stand: 09.02.2021, 18:56