Warnstreik bei Haribo in Solingen

Warnstreik vor dem Solinger Haribo-Werk

Warnstreik bei Haribo in Solingen

  • 130 der insgesamt 1.000 Mitarbeiter streiken
  • Gewerkschaft fordert 6,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt
  • Süßwaren verkaufen sich laut Gewerkschaft gut

Rund 130 Mitarbeiter von Haribo haben am Dienstag (28.05.2019) im größten Werk des Süßwarenherstellers in Solingen für mehr Geld gestreikt. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hatte zu einem ersten befristeten Warnstreik aufgerufen. Sie fordert für die Beschäftigten 6,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt.

Streikende Menschen mit Pfeifen und Trommeln vor dem Solinger Haribo-Werk

Mit Trillerpfeifen streiken die Mitarbeiter vor dem Werk.

Die Mitarbeiter forderten mit Trillerpfeifen und Transparenten ihren Anteil an den Gewinnen in der Süßwarenindustrie. Süßwaren, wie die Goldbären von Haribo, verkaufen sich hervorragend, sagt die Gewerkschaft: Doch davon profitiere nur das Unternehmen.

Arbeitgeber haben Plus von gut vier Prozent angeboten

In den laufenden Tarifverhandlungen hatten die Arbeitgeber 2,4 Prozent für dieses Jahr und 2,0 Prozent für nächstes Jahr angeboten.

Streikende Menschen in gelben Westen vor dem Solinger Haribo-Werk

Rund 130 der 1.000 Mitarbeiter streiken.

Der NGG ist das zu wenig. Das reiche gerade mal aus, die gestiegenen Lebenshaltungskosten zu decken. Die harte Arbeit der Beschäftigten, die die Gewinne erst ermögliche, müsse aber besser honoriert werden.

Bei Haribo in Solingen arbeiten rund 1.000 Menschen. Die nächste Tarifverhandlung für die Süßwarenindustrie an Rhein und Ruhr, zu der auch das Haribowerk in Solingen gehört, ist am 12. Juni.

Stand: 28.05.2019, 13:11