Kaufhof: Warnstreik auch in NRW

Emblem des Warenhauses Kaufhof

Kaufhof: Warnstreik auch in NRW

  • Mitarbeiter fordern Flächentarifvertag
  • Beschäftigte lehnen Einschnitte beim Lohn ab
  • Kaufhof soll mehr investieren

In zahlreichen Kaufhof-Filialen in Deutschland haben Beschäftigte am Donnerstag (12.12.2019) nach Angaben der Gewerkschaft Verdi die Arbeit niedergelegt. In NRW waren 24 Kaufhof-Fililen und vier Geschäfte von Karstadt Sports betroffen.

Mit den Arbeitskampfmaßnahmen sollte den Gewerkschaftsforderungen bei den am Donnerstag und Freitag stattfindenden Tarifverhandlungen Nachdruck verliehen werden, wie Verdi berichtete. Trotz des Streiks seien aber alle Häuser von Galeria Karstadt Kaufhof geöffnet geblieben, betonte der Vertriebschef des Unternehmens, Thomas Wanke.

Verhandlungen über Sanierungstarifvertrag laufen

Verdi und Galeria Karstadt Kaufhof verhandeln bereits seit einiger Zeit über einen gemeinsamen Sanierungstarifvertrag für den durch den Zusammenschluss entstandenen neuen Warenhausriesen. Laut Verdi würde eine Verschmelzung ohne neuen Tarifvertrag für die Kaufhof-Beschäftigten automatisch eine rund elfprozentige Entgeltabsenkung bedeuten. Die sorge für große Unruhe bei den Beschäftigten.

Verdi fordert mehr Investitionen und eine verbindliche Rückkehr zum Flächentarifvertrag. Einschnitte beim Lohn lehnt die Gewerkschaft ab. Verdi fordert außerdem, die Mitarbeiter mehr einzubinden.

Karstadt und Kaufhof unter neuem Namen

WDR Studios NRW 25.03.2019 00:38 Min. Verfügbar bis 30.12.2099 WDR Online

Stand: 12.12.2019, 18:58