Warnstreik bei der Kölner Staatsanwaltschaft

Schild der Staatsanwaltschaft Köln

Warnstreik bei der Kölner Staatsanwaltschaft

In Köln sind Beschäftigte der Staatsanwaltschaft in einen ganztägigen Warnstreik getreten. Die Gewerkschaft Verdi hatte dazu aufgerufen.

Aktuell laufen die Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst der Länder. „In zwei Verhandlungsrunden haben die Arbeitgeber unseren Forderungen nach einer angemessenen Einkommenssteigerung stur abgelehnt“, sagt Markus Stratmann vom Verdi-Bezirk Köln-Bonn-Leverkusen.

Etwa 40 Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft Köln haben sich vor dem Gebäude versammelt. Einige tragen weiße Plastikwesten mit der Aufschrift „Wir sind es wert“. Viele der Beschäftigten arbeiten bis an die Grenze des Zumutbaren, sagte eine Gewerkschaftssprecherin.  Die Fluktuation sei sehr hoch. Nach der Ausbildung gehen viele zur Stadt oder zum Bund. Dort werde besser bezahlt.

Ausweitung des Streiks möglich

Die Gewerkschaft Verdi fordert für die 1,1 Millionen Beschäftigten im Öffentlichen Dienst der Länder unter anderem die Anhebung der Einkommen um fünf Prozent, mindestens aber 150 Euro mehr im Monat. Sollten die Arbeitgeber sich nicht bewegen, werden die Streiks auf die Unikliniken und Bibliotheken ausgeweitet.

Wie stark der ganztägige Warnstreik den Betrieb bei der Kölner Staatsanwaltschaft einschränke, ließe sich nicht abschätzen. Er werde spürbar sein, so die Gewerkschaftssprecherin. Eilige und unaufschiebbare Angelegenheiten sollen jedoch schnellstmöglich abgearbeitet werden.

Stand: 04.11.2021, 12:59